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Der erste Eindruck – Tipps für deine Job-Bewerbung

Bei LimeSoda bekommen wir pro Woche so einige Job-Bewerbungen. Deswegen haben wir die wichtigsten Erkenntnisse und Tipps zusammengeschrieben und verraten auch, wie World of Warcraft eine wichtige Rolle im Lebenslauf (CV) spielen kann ;-)

Der erste Eindruck bei einer Job-Bewerbung

Der erste Eindruck ist ja bekanntlich sehr wichtig, egal ob im Verkauf, bei einer Bewerbung, bei einem privaten Rendez-Vous.

Heutzutage passiert der erste Eindruck eigentlich sehr oft nur mehr digital.

Wir googeln vor einem Treffen einfach immer nach:

  • Unternehmen,
  • Ansprech- und Gesprächspartner, oder eben auch
  • Jobbewerbern.

Schauen uns dann die Google Ergebnisse (SERPs) an, die Profile auf Social Networks, Bilder, Videos und machen uns unbewusst bereits ein Bild der Person, ohne ein Wort mit ihr gewechselt zu haben.

Wichtigster Fazit: Die Online Reputation

Früher hieß es „Kleider machen Leute“, heute heißt es: „Google Suchergebnisse machen Leute“ ;-)

Ätschibätschi LimeSoda! Dann mach ich halt nix online!

Gute Idee… für eine Zeitreisen-Bewerbung ins frühe 18. Jahrhundert passt das auch wunderbar!

Bedenkt: Wenn man absolut nichts findet über eine Person, hinterlässt das auch einen Eindruck. Wie heißt es so schön Paul Watzlawick: „Man kann nicht, nicht kommunizieren„.

Das komplette Fehlen einer Online-Präsenz hat natürlich von Branche zu Branche unterschiedliche Auswirkungen. Bei einem befristeten Teilzeitjob im Supermarkt ist das vielleicht (noch) egal. Aber speziell in unserer Branche (Onlinewichtigtuer) fände ich es komisch, wenn sich z.B. jemand als Community-Manager bewirbt und selbst keine Onlineprofile, Blogs etc. hat.

  • Ist für mich so, wie ein Zahnarzt mit faulen Zähnen, oder ein Ernährungsberater mit Bierbauch ;-)

Schritt 1: Mein digitales Profil und Online Reputation.

Achtet auf eure digitale Reputation! Das geht auch nicht von heute auf morgen. Wenn ihr in der Digital-Branche arbeitet, ist das natürlich umso wichtiger:

  • Anzahl der Follower und Kanäle
  • Anzahl und Qualität von Blogposts
  • Veröffentlichungen, Erwähnungen
  • Reputation, Rank, Beiträge auf wichtigen Branchenplattformen (bei Entwicklern z.B. StackOverflow, bei Designer z.B. Behance)

können eine wichtige Rolle spielen.

Aber auch außerhalb von „Jobs in der digitalen Welt“ ist es essentiell auf seine Profile zu achten. Deswegen kann ich euch nur folgende Tipps ans Herz legen.

  • Ego-googelt euch, speziell vor Bewerbungen.
    • Nutzt Tools wie Google Alert, um Benachrichtigungen zu bekommen, wenn jemand etwas über euch schreibt (und Google das auch findet).
  • Checkt eure Profile nach Privacyeinstellungen, öffentliche Sichtbarkeit, getaggten Inhalten.
  • Achtet bei politischen Diskussionen auf eure Wortwahl, auch in Kommentaren, oder Gruppen etc.
  • Recherchiert über Unternehmen und mögliche Ansprechpartner und nützt diese Information (für Personalisierungen).
    • Bzw. versucht vorab über Business Social Media Plattformen, wie Linkedin oder Xing indirekt Kontakt aufzunehmen.
  • Hebt euch ab! Aber eure Profile und Bewerbung müssen auch zu euch passen

WICHTIG: Wenn ihr etwas nicht online haben wollt, dann schreibt es nicht online! Egal ob mit Fake Accounts, in Whatsapp Gruppen, Chats, Discord, Ingame. Irgendwann kann alles rauskommen. Durch Bugs, oder einfach mit der nötigen Recherchearbeit, falls euch jemand nicht wohlgesonnen ist.

Schritt 2: Die Bewerbung selbst und der erste Kontakt

Wie schon geschrieben: Schon wir bei LimeSoda bekommen einige Bewerbungen pro Tag. In meiner Abteilung (also Kreation, Online- und Socialmedia Marketing) sind es ca. 3-4 pro Woche. Freelancer, Lehrlinge, Praktikanten, Vollzeitjobs usw. inklusive. Und das ist kein Vergleich zu großen HR Abteilungen in internationalen Unternehmen.

Die Konkurrenz ist also groß.

Ein paar Tipps zur Bewerbung:

  • Schon der Betreff des Mails kann entscheidend sein, ob ihr im Papierkorb landet, oder nicht.
    • Nutzt persönliche Infos, baut Spannung auf, wie „Wie viele Bewerbung haben sie heute bekommen?„, oder „Clickbait“ Überschriften wie „Diese Bewerbung wird ihr Leben ändern“ etc.
  • Kopiert nichts einfach nur (und wenn dann macht es geschickt).
    • Wir hatten letztens einen Fall, wo eine Bewerberin eine (wenn auch sehr lustige) Vorlage eins zu eins kopiert hat. Das flog natürlich auf.
  • Persönliche Anreden sind das Mindeste. Ein „Sehr geehrtes Damen und Herren“ interessiert niemand.
    • Je personalisierter desto besser. Michael, unser Lehrling, hat z.B. unsere Jobseite in seiner Bewerbung nachgebaut und deswegen eine Einladung (und die Lehrstelle) bekommen.
  • Schreibt Namen und Firmennamen richtig (Kein Scherz, passiert immer wieder, speziell bei offensichtlichen „Serienbriefen“).
  • Vergesst nicht auf gute (und passende) Fotos.
  • Das Layout der Bewerbung ist sehr wichtig.
    • auch wenn ihr nicht grafisch begabt seid, es gibt Vorlagen im Internet.
  • Wichtige Infos sollten gut lesbar und sichtbar sein.
    • Erfolge bei Mario Kart oder fundierte Star Wars Kenntnisse sind wichtig und sollten dementsprechend präsentiert werden ;-)
  • Schreibt menschlich.
  • Ein Knaller zu Beginn wär nicht schlecht.
  • Nochmals: Hebt euch ab. Dieser Typ, hat z.B. die Raidleitung aus World of Warcraft in den Lebenslauf geschrieben. Grandios.

Lieber also weniger Bewerbungen rausschicken und sich bei denen mehr Mühe geben. Hängt aber natürlich ab, ob es sich um euren Traum- , oder einen Ferialjob handelt.

Natürlich sind eure Ausbildung und Fähigkeit das Wichtigste, aber macht euch nicht kleiner, als ihr seid.

Und eure Fähigkeiten nützen euch nichts, wenn sie niemand liest.

Ein paar kreativere Job-Bewerbungen

Hier haben 2 Bewerber die Pinterest bzw. Google Oberfläche nachgebaut und als Lebenslauf benutzt.

Eigenes Game

Dieser Entwickler hat ein eigenes kleines Adventure im Monkey Island Stil programmiert: http://rubensdev.com/cv/#/

Google Adwords

Besonders cool. Der hier hat Google Adwords auf die Namen der 7 größten Agenturchefs in New York geschalten, als diese sich (früher oder später) selbst gegoogelt haben, ist folgendes passiert:

Noch ein paar Links (sehenswert)

Malt Bilder, schickt handgeschriebene Briefe, hängt Plakate vor dem Unternehmen auf, fliegt mit einer Drohne vorbei, singt im Video, oder tanzt, nutzt verschiedene On – und Offlinekanäle usw. usw.

Noch was: Es ist eher wichtig, dass die Bewerbung zu euch passt und weniger zum Unternehmen. Oder wollt ihr einen Job, wo ihr euch verstellen müsst?

Wir versuchen das bei unseren Job-Ads auch immer :)

Lust auf eine Bewerbung bekommen?

 

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