Barrierefreies Webdesign als
Marketing-Vorsprung

Drei auf einen Streich: Alle Ihre Userinnen und Usern können Ihre Website perfekt aufrufen, auch Suchmaschinen mögen dies und Sie erfüllen die gesetzlichen Vorschriften. Wir unterstützen Sie beim barrierefreien Webdesign. Nutzen Sie diese  Wettbewerbschance!

Tobias

Barrierefreiheit beginnt bei der Konzeption

Beate

Wir achten im Design auf Kontraste und Abstände

Sebastian

Gute Entwicklung ermöglicht die Ausgabe in Braille-Schrift

Barrierefreies Webdesign

Design, Technik, Redaktion

Es gibt kein schlagendes Argument, auf Barrierefreiheit im Internet zu verzichten. Alle notwendigen Maßnahmen sind in jedem Fall sinnvoll. Korrekt müssten wir statt von Barrierefreiheit von "Barrierearmut" sprechen. Weil es nicht möglich ist, absolute Hilfestellung für jede Art der Beeinträchtigung zu bieten. Dennoch können wir viel tun. Besonders für sehbehinderte Menschen hält das Internet viele Barrieren bereit. Je nach Art der Augenerkrankung und individuellem Empfinden, kommt es auf andere Dinge an. Manche User benötigen Vergrößerungssysteme, sind fehlsichtig oder blendempfindlich. Für manche reichen die Möglichkeiten normaler Webbrowser, in anderen Fällen kommen Screenreader, oder Ausgabegeräte wie ein Brailledisplay zum Einsatz. Aber auch Nutzer, die beispielsweise ihre Hände nicht benutzen können und auf eine Mundmaus angewiesen sind, kommen mit barrierefreien Websites viel besser zurecht. Weitere Zielgruppen, die von Barrierefreiheit profitieren, sind Menschen mit motorischer Behinderung, Menschen mit Lernschwierigkeiten, mit nicht-deutscher Erstsprache oder niedriger Schulbildung.

Ähnlich wie Suchmaschinenoptimierung ist barrierefreies Webdesign eine Querschnittmaterie aus verschiedenen Bereichen. Das World Wide Web Consortium W3C hat mit ihrer rechtlich nicht bindenden Richtlinie Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) eine anerkannte Grundlage geschaffen.

Die vollständige Adaption einer Website an diese Richtlinie ist im Einzelfall gegebenenfalls nicht erforderlich oder möglich. Ziel ist es jedoch, im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung einen möglichst hohen Grad an barrierefreien Inhalten im Web zu erreichen.

Barrierefreies Design

Schon in der Designphase achtet unser UX- und Designteam auf die Vermeidung von Barrieren. Vor allem muss die Lesbarkeit optimiert werden. Dazu zählen deutlich erkennbare Texte und kontrastreiche Farben. Wichtig ist auch genügend Abstand zwischen Elementen, die auf Touch-Screens zu bedienen sind. Natürlich muss sich das Responsive Design an jede verfügbare Bildschirmgröße anpassen.

Barrierefreie Programmierung

Auf technischer Seite bietet das für die Programmierung der Weboberfläche eingesetzte HTML alle Möglichkeiten. Beispielsweise den WAI-ARIA (Web Accessibility Initiative - Accessible Rich Internet Applications) Webstandard. Allerdings müssen manche Maßnahmen erst aktiv eingesetzt werden. Dies bedeutet etwas höheren Programmier- und Testaufwand. Eine der wichtigsten Vorgaben für barrierefreie Programmierung ist die Ermöglichung der Website-Bedienung durch Tastatur oder Joystick.

Zugängliche Texte und Inhalte

Nach Design und Technik muss auch die Redaktion die Barrierefreiheit im Hinterkopf behalten. Egal für welche Zielgruppe: Einfach und prägnant geschrieben Sätze sind immer besser als hochgestochene Schachtelsatzkonstruktionen. Die Ermittlung des Lesbarkeitsindex eines Textes hilft bei der Beurteilung. Zugängliche Texte sind leicht zu lesen, verständlich und gut strukturiert.

Auch beim Einsatz von Medien müssen redaktionelle Maßnahmen gesetzt werden: Bilder sind mit alternativen Texten zu hinterlegen, die den Bildinhalt gut beschreiben. Bei Videos sind zumindest Untertitel und in der höchsten Anforderungsstufe auch eine Audiodeskription notwendig. Natürlich jeweils in der Sprache der Website.

Gesetzliche Grundlagen

Österreich und International

  • Österreichisches Web-Zugänglichkeits-Gesetz (WZG): Schreibt dem Bund vor, behördliche Webanwendungen so zu gestalten, dass der Zugang für alle Nutzerinnen und Nutzer uneingeschränkt möglich ist.

  • Österreichisches Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG): Gilt für den öffentlichen und den privatwirtschaftlichen Bereich. Ziel ist, Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Dazu zählen auch Websites und Apps. Unverhältnismäßige Barrieren können eine Diskriminierung darstellen und Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Je leichter eine Barriere zu beseitigen ist und je stärker die benachteiligend wirkt, desto größer die Verpflichtung zur Beseitigung.

  • Americans with Disabilities Act (ADA):  Schreibt die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen vor und muss bei internationalen Websites mit Wirkungsbereich in den USA berücksichtigt werden.

  • California Fair Employment and Housing Act (FEHA), Unruh Civil Rights Act, Disabled Persons Act: Kalifornische Anti-Diskriminierungsgesetze mit empfindlichem Strafrahmen. Bei Webauftritten mit Wirkung für die USA unbedingt zu beachten.

Checkliste Barrierefreiheit

Die Grundzüge für barrierefreiheie Websites nach WACG sind:

  • Klare semantische Strukturierung des Dokuments mit Überschriften und Listen
  • Bilder und Animationen werden durch das alt-Attribut (alternative text) beschrieben
  • Layoutierung möglichst per CSS (Cascading Style Sheets) und nicht mittels Tabellen oder Bildern
  • Für multimediale Angeboten existieren textliche Alternativen, Untertitel und Transkription für Audio und Audiodeskription für Video
  • Diagramme werden im Text oder durch Verwendung des longdesc-Attributs (long description) beschrieben
  • Frames besitzen aussagekräftige name-Attribute und das noframes-Element wird genutzt
  • Tabellen sind möglichst Zeile für Zeile lesbar. Ihr Inhalt wird auch zusammengefasst beschrieben.
  • Bei Bildnavigation die Verwendung benutzerseitiger Imagemaps
  • Skripte sind barrierefrei oder es existieren barrierefreie Alternativen

Dabei gliedern die WACG-Guidelines die Anforderungen nach den vier Prinzipien Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Robustheit, in 13 Richtlinien. Es gibt drei verschiedene Prioritäten (A, AA, AAA), wobei A der geringsten und AAA der höchsten Konformitätsstufe entspricht. Die meiden barrierefreien Websites orientieren sich am Konformitätslevel AA. Für eine schnelle Erstüberprüfung Ihrer Website eignet sich der IDI Web Accessibility Checker.

Zertifizierungen für Barrierefreiheit

  • Web Accessibility Certificate Austria (WACA): Nach erfolgreichem Audit vergibt die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG) das WACA-Zertifikat für barrierefreie Websites. Basierende auf den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 in der Konformitätsstufe AA wird das Zertifikat in den Abstufungen Gold, Silber und Bronze vergeben.

  • Capito Gütesiegel Leicht Lesen: Das von der gemeinnützige Gesellschaft capito vergebene Gütesiegel für Leicht Lesen steht für geprüfte Qualität in den Sprachstufen A1, A2 und B1. Der Kriterienkatalog ist auf der Website abrufbar.

Mit oder ohne Zertifizierung: Ignorieren Sie das Thema nicht. Auch ganz ohne Alarmismus betrachtet lohnt sich die Investition in Barrierefreiheit. Konformitätsstufe A ist fast Standard und auch AA ist mit vertretbarem Aufwand zu erreichen. Wir beraten Sie gerne!

Kundenfeedback

Dem BSVWNB ist bei Websites neben einer übersichtlichen und gut bedienbaren Struktur natürlich auch die Barrierefreiheit ein großes Anliegen. Mit LimeSoda haben wir einen Partner, der unsere Anliegen ernst nimmt und gewissenhaft umsetzt.
Mag. Martin Tree, Öffentlichkeitsarbeit BSVWNB

Häufig gestellte Fragen zu Barrierefreiem Webdesign

In Österreich müssen behördliche Webanwendungen lt. Web-Zugänglichkeits-Gesetz (WZG) barrierefrei sein. Doch auch für private Websites lt. Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG) gilt ein Diskriminierungsverbot. Eine Diskriminierung durch Barrieren liegt grundsätzlich dann vor, wenn eine Beseitigung der Barrieren rechtlich möglich und zumutbar ist. Dies wird ggfls. in einer Zumutbarkeitsprüfung festgestellt.

Diskriminierung kann zu Schadenersatz führen. Im Rahmen dieser Schadenersatzverpflichtung erhalten Betroffene den Ersatz des Vermögensschadens. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz auch den entgangenen Gewinn. Darüber hinaus gebührt als Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung bzw. die diskriminierungsbedingte Kränkung ein angemessener Geldbetrag. 

Nein, viele Anbieter befassen sich nicht mit dem Thema Barrierefreiheit. Wenn wir Ihre Seite programmieren, werden viele Vorgaben automatisch erledigt. Für die Erreichung eines bestimmten WACG-Konformitätslevels sind aber in jedem Fall zusätzliche Arbeiten und Tests erforderlich. Bitte geben Sie uns Ihre Wünsche vor Angebotslegung bekannt!