KI & Agentic Commerce
Bereit für Kunden, die nicht mehr klicken?
Ob Unterstützung bei der Agentic Readiness, Erforschen erster KI-Features, oder der Agentic-Commerce-Transformierung Ihres Shops zur bevorzugten Einkaufsquelle für KI-Agenten wie ChatGPT oder Google Gemini: Wir helfen bei Beratung und Implementierung!



Der Einzug von KI wirft viele Fragen auf
Dank der Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz erleben wir einen rapiden Wandel. Es ist schwer, neben dem Tagesgeschäft den Überblick über die Trends zu behalten.
Klassisches Brand-Building, Marketing, SEO und SEA für Menschen sind weiterhin wichtig, reichen aber nicht mehr. Ab jetzt müssen wir auch für virtuelle Agenten optimieren mittels:
- GEO (Generative Engine Optimization),
- Anpassungen im Webshop und auf der Website für „Agentic Readiness“ bis hin zu
- vollständiger „Agentic Commerce”-Integration für automatische Kauf-Abschlüsse aus KI-Chats heraus („Zero-click commerce“)
Das wirft schnell Fragen auf:
- War der jahrelange Aufbau in meine „Brand Experience“ umsonst? Wie wirken sich das alles auf die Customer Journey aus? Wenn der Kunde nicht mehr auf meine Seite kommt, wie baue ich dann Markenbindung auf?
- Traditionelle KPIs wie Sessions und Page-Views verlieren an Relevanz, der Einblick in den Customer Funnel wird geringer. Wie gehe ich damit um?
- Wenn nun Unmengen an KI-Bots auf meinen Shop einstürmen: Wie stelle ich die Sicherheit, Performance und Stabilität meines Systems sicher?
- Wie weit ist Agentic Commerce wirklich?
Wir führen Sie durch mögliche Optimierungen und Integrationen und besprechen mit Ihnen, was für Ihr Unternehmen und Ihre Kund:innen Sinn macht.
Wie weit ist Agentic Commerce wirklich?
Zuerst einmal Entwarnung: Agentic Commerce steht immer noch am Anfang. Sie haben bisher nicht viel verpasst. International, aber besonders in Europa, gibt es viele Verbraucherschutz- und andere Rechtsfragen auf dem Weg hin zum „richtigen“, vollautomatischen Einkauf zu klären. Das heißt jedoch nicht, dass man sich komplett zurücklehnen kann.
Aktuell sind KI-Chat-Bots relevant als Berater und Vertrauens-Bildner der User. Sie recherchieren und geben Empfehlungen, leiten die potenziellen Käufer:innen anschließend über Links zu den passendsten Webshops weiter. Den vollautomatischen Kauf haben wir nicht. Doch die KI als Einkaufsberater ist real und umsatzrelevant. Eine aktuelle Bezeichnung dafür ist „Conversational Commerce“.
Die gute Nachricht: Maßnahmen, die Sie für den heutigen Stand von künstlicher Intelligenz setzen, zahlen auch auf andere Themen wie Brand Building und SEO ein, und bereiten andererseits die gesunde Basis für weitere Entwicklungen im KI-Bereich.
Sehen Sie Agentic Commerce mehr als einen weiteren Absatzkanal denn als Ersatz für alles Dagewesene.
Schritte auf dem Weg zum Agentic Commerce
Wie bei jeder Entwicklung gilt: Zuerst müssen Sie wissen, wo Sie sind, und wohin Sie möchten. Dann können wir die Schritte dorthin planen. Die Reise führt über folgende Etappen:
Agentic Readiness Status und Strategie-Planung
Bereiten Sie Ihre Denkweise, Arbeitsprozesse und technischen Gegebenheiten für die Integration von KI-Tools und Automatisierungen vor. Diese Umstellung „Agentic Readiness“ unterstützt alle Schritte der Transformation.
Optimierung bestehender Prozesse, Daten und Tools
In den meisten Fällen zeigt sich bei der Statuserhebung, dass man in bestehenden Prozessen und der Systemlandschaft noch einiges optimieren kann - vorbereitend oder parallel zur Einführung von KI-Features und Optimierungen.
Sichtbarkeit in KI-Chats
Damit Sie nicht nur bei Google, sondern auch bei Anbietern wie ChatGPT von OpenAI und Google Gemini gefunden werden, müssen Sie GEO betreiben - also Optimierungen auf und außerhalb Ihres Web-Portals vornehmen.
KI-Features und Automatisierungen im eigenen Webshop
Sie haben auf der gesamten Strecke des E-Commerce vielfältige Optionen, Ihren Kunden und sich selbst das Leben mittels KI oder Automatisierungen zu erleichtern. Von der Datenpflege über Shop-Funktionen für bessere User Experience bis zur automatischen Bestell-Abwicklung und Datenanalyse.
Agentic Commerce
Die Königsdisziplin: Neue Protokolle von OpenAI und Google erlauben es KI-Agenten, vollautomatisch einzukaufen („Zero-click commerce“) - wenn Ihr Shop das zulässt.
Agentic Readiness Status und Strategie-Planung
Ihr erster wichtiger Schritt zur „Agentic Readiness“ ist, sich gedanklich darauf einlassen, Ihren Webshop für KIs und automatische Prozesse zugänglich zu machen. Dafür müssen Sie im Unternehmen beginnend von der Führungsebene ein Commitment dazu herstellen. Die Transformation gelingt nur, wenn man Digitalisierung (falls noch nicht erfolgt) in Angriff nimmt sowie bereit ist, Daten und Prozesse in gewissem Ausmaß für Außenstehende konsumierbar zu machen. Was, und wie viel davon, sehen wir uns gemeinsam an.
Das führt direkt zu Schritt zwei: den Status Quo ermitteln und die Strategie festlegen. Wo steht Ihr Unternehmen? Was möchten Sie erreichen? Wie kommen Sie dorthin? Gefragt ist, wie gut ihre Datenqualität und Datenpflege ist, und was Ihre E-Commerce-Lösung bereits an Möglichkeiten bietet.
Das analysieren wir und planen mit Ihnen die Strategie. Der Fokus liegt in dieser ersten Phase auf Quick-Wins und einer realistischen Roadmap für die nächsten Monate.
Optimierung bestehender Prozesse, Daten und Tools
Halt! Bevor Sie sich auf die am lautesten schreienden KI-Anbieter in der LinkedIn-Bubble werfen, müssen die Basics stimmen.
Die Chancen stehen gut, dass sich bei der Ermittlung des Status Quo zeigt:
- Sie haben kein aussagekräftiges SEO-/GEO-Tracking oder Prozess, um die gesammelten Daten zu analysieren und nächste Schritte zu setzen.
- Sie haben keinen Prozess, um Produktdaten über vom Hersteller bereitgestellte Basis-Informationen und -Bilder (welche jeder Händler bekommt) zu beziehen.
- Sie haben ein PIM und/oder DAM, aber die Daten werden nicht gewartet oder im Webshop verwendet.
- Ihr Webshop stellt Daten auf den Seiten nicht strukturiert bereit. Zum Testen einfach hier Ihre Shop-URL in den Schema.org-Validator eingeben.
- Ihr Webshop hat noch nicht die nötigen Unterscheidungsmerkmale, um sich in Suchergebnissen oder KI-Chat-Diskussionen von Mitbewerbern abzuheben. (Mehr dazu gleich mehr.)
Sie müssen nicht alle diese Punkte abhaken, um in der Welt der KI-Agenten mitzumischen. Nicht jeder Händler benötigt ein PIM/DAM oder kann sich die Einführung leisten. Bestehendes zu optimieren, hat aber gerade am Anfang der Reise oft den besten Kosten-Nutzen-Effekt oder erleichtert die weiteren Schritte.
Sichtbarkeit in KI-Chats
Was braucht es, um in KI-Chats erwähnt zu werden? Zuerst die gute Nachricht: Viele Maßnahmen der klassischen Suchmaschinen-Optimierung (SEO) und des Brandings helfen Ihnen, bei ChatGPT und Co aufzutauchen. Die schlechte Nachricht: Es gibt noch einiges mehr, mit dem man sich beschäftigen muss. Man muss nicht mehr nur für Klicks optimieren, sondern auch auf die Auswahl durch KIs, und sich mit Themen wie Query Fan Out und vielem mehr beschäftigen.
Mehr dazu erfahren Sie auf unserer detaillierten Seite zu „Generative Engine Optimization (GEO)“.
KI-Features und Automatisierungen
Wir können viele Prozesse und Funktionen im E-Commerce durch Automatisierungen mit und ohne künstliche Intelligenz optimieren. Von der Datenpflege und Content-Erstellung, Kunden-Akquise, über die Produkt-Suche und -Auswahl durch die Kund:innen bis hin zur Bestell- und Retouren-Abwicklung sowie Analyse.
Hier eine Auswahl der Themen, die Sie in Betracht ziehen können:
Customer Experience & Intelligent Discovery
Diese Features erhöhen die Konversion direkt im Webshop-Frontend.
- Semantische Suche & AI-Discovery: Herkömmliche Keywordsuchen werden durch KI-gestützte Systeme ersetzt, die natürliche Sprache verstehen (z. B. „Ich brauche eine Pumpe für zähe Flüssigkeiten, die in einen 19-Zoll-Schrank passt“).
- Visuelle Suche (Image-to-Shop): Kunden laden ein Foto eines Bauteils hoch, und die KI identifiziert das Produkt oder eine passende Alternative im Katalog.
- Dynamische Personalisierung: Die Website passt Inhalte, Produktvorschläge und sogar das Pricing in Echtzeit an das Verhalten des individuellen Nutzers an.
- Interaktive Kaufberater (AI-Advisors): Statt statischer Filter führen KI-Assistenten den Kunden durch komplexe Konfigurationen und erklären Varianten oder Kompatibilitäten.
Besonders der B2B-Bereich, der reich an Produktdaten, Domänen-Wissen und ergänzenden Dokumenten ist, bietet viele Möglichkeiten bis hin zu speziell trainierten Chatbots.
Service & Support Automatisierung
Hier liegen große Potenziale zur Kostensenkung und Entlastung des Sales- und Support-Teams.
- KI-gestützter Kunden-Support: Ein großer Teil der Routineanfragen (60 %) kann durch KI-Bots abgefangen werden, bevor sie ein Ticket im Support-Team erstellen. Das Ziel ist, die Support-Mitarbeiter:innen für komplexe Anfragen und den menschlichen Touch in potenziellen Upsell-Szenarien freizuspielen.
- Automatisierte RMA & Retouren: KI-gesteuerte Portale können Retourenanfragen prüfen, Labels erstellen und einfache Problemfälle (z. B. Umtausch innerhalb der Garantie) komplett autonom abwickeln.
- Intelligente Lead-Qualifizierung: Ein Bot führt Erstgespräche, qualifiziert Leads nach BANT-Kriterien und bucht bei hoher Relevanz direkt einen Termin im Kalender des Sales-Teams.
Workflow-Optimierungen für Content, Daten und Analyse
Diese „internen“ KI-Features helfen Ihnen, den Shop effizienter zu verwalten.
- Automatisierte Content-Erstellung: KI generiert Produktbeschreibungen, fasst Kundenbewertungen zusammen oder übersetzt den gesamten Shop auf Knopfdruck in mehrere Sprachen. Manche Software (wie Shopware) bietet das Feature fest eingebaut, in anderen (wie Magento) lässt sich dies nachrüsten. Auch die Einbindung spezialisierter Drittanbieter ist möglich.
- Überarbeitung und Verfeinerung des Produktkatalogs: KI analysiert den Datensatz in Hinsicht auf Inkonsistenzen in der Benennung oder fehlende Daten, erstellt anhand der Produktbeschreibungen Vorschläge für neue Produktfilter.
- Kunden- & Verhaltensanalyse: KI klassifiziert Kunden automatisch (z. B. nach CLV oder Abwanderungsrisiko) und liefert dem Marketing-Team datenbasierte Entscheidungsvorlagen.
- PIM-Datenanreicherung: KI scannt technische Datenblätter und füllt fehlende Attribute im PIM-System aus, um die „Maschinenlesbarkeit“ der Daten zu verbessern.
Smarte Automatisierung & Predictive Operations
Besonders im B2B-Kontext sind viele weitergehende Automatisierungsschritte möglich. Zum Beispiel:
- Predictive Replenishment: Die KI erkennt Muster im Bestellverhalten und erinnert den Kunden proaktiv an Nachbestellungen, bevor der Bestand ausgeht.
- Automatisierte Angebotsprüfung: KI-Systeme können eingehende Anfragen gegen Vertragskonditionen und Lagerbestände prüfen und einfache Angebote sofort automatisiert erstellen.
- Monitoring & Alerting: Automatisierte Überwachung der Wettbewerbspreise oder der eigenen Inventar-Konsistenz, um bei Anomalien sofort Alarm zu schlagen.
Agentic Commerce
Die Königsdisziplin im KI-Bereich ist „Agentic Commerce“. Der Begriff steht dafür, dass ein KI-Agent selbstständig Aufgaben ausführt und sogar den Kaufvorgang selbstständig abschließen kann. Der „KI-Agent“ kann unter anderem der Chat bei ChatGPT oder Google Gemini sein.
Ein Beispiel:
- Der User tippt ein: „Bestelle mir eine warmweiße LED Glühbirne. Helligkeit wie eine 100-Watt-Birne, Fassung E27.“
- Die KI recherchiert, welche Online-Shops dafür infrage kommen, überprüft Preise und Lagerstand der vielversprechendsten Anbieter und legt beim Gewinner das Produkt in den Warenkorb oder bestellt es direkt.
Das Besondere: die KI gibt nicht mehr nur Antworten. Sie versteht Handlungsaufforderungen, recherchiert (wenn nötig, in mehreren Stufen), trifft selbstständig Entscheidungen, und handelt.
Der Nutzen für Kund:innen liegt auf der Hand. Besonders für „einfache“ Produkte, bei denen keine komplexen Entscheidungsprozesse oder Beratungen nötig sind, reduziert sich der Aufwand durch den geführten Einkauf stark. Dass die KI kleine, lästige Entscheidungen abnimmt, senkt die Hemmschwelle für solche Käufe.
Für Sie als Händler:in hat das gleich mehrere Implikationen:
- Eignet sich diese Art von Kauf für Produkte aus Ihrem Sortiment, müssen Sie mitspielen, sonst lassen Sie automatisch einen Vertriebskanal und damit einen Teil des Umsatzes liegen.
- Wir sprechen hier von High Intent und hohen Conversion-Raten: Sie erreichen hier Nutzer:innen, die jetzt kaufen möchten. Der Kauf passiert im Moment der Entscheidung - es gibt also weniger Warenkorbabbrüche.
- Die Sichtbarkeit in den Suchen wie z.B. Google verliert etwas an Relevanz. Die Sichtbarkeit in den Produkt-Listen der KIs hingegen wird wichtig. Wer dort nicht auftaucht, oder von der KI nicht als gute Option für Käufe eingestuft wird, verliert nicht mehr nur Klicks, sondern direkten Umsatz.
Implementierung von Agentic Commerce über ACP und UCP
Aktuell gibt es zwei führende, offene Standards, welche Ihren Shop für Agentic Commerce fit machen:
Weitere können folgen, falls weitere Player auf dem Markt einen eigenen Standard etablieren wollen. Ebenso sind Änderungen in der Ausrichtung der Anbieter möglich: Sah es zuerst so aus, als ob ACP für alle Händler:innen relevant wird, die über ChatGPT verkaufen möchten, so konzentriert sich OpenAI aufgrund aufgetretener Hürden aktuell nur noch auf die Weiterentwicklung und Implementierung mit wenigen, ausgewählten Partner.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen ACP und UCP sind:
| ACP | UCP | |
| Primäres Ökosystem | OpenAI (ChatGPT) | Google (Search, Gemini, Shopping) |
| Weg zur Teilnahme | Zentralisierte Discovery (kuratierte Händler-Liste) | Dezentralisierte Discovery (Offene Teilnahme für alle) |
| Teilnehmende Märkte | USA | USA |
| Kommunikations-Protokoll | REST | REST, MCP, A2A, … |
| Primärer Fokus | Maximale Konversion und Checkout-Geschwindigkeit | Gesamte Customer Journey: Product Discovery, Produktkatalog, Warenkorb, Checkout, After Sales |
| Zahlung | Über 3rd-Party Payment Provider | Über 3rd-Party Payment Provider (mehrere Anbieter) |
| Datenhoheit / Kontrolle | Händler bleibt „Merchant of Record“ | Händler bleibt „Merchant of Record“ |
| Integration | Begrenzter Umfang, aber einfacher implementierbar | Flexibler und modular, aber komplexer |
| Empfohlen für | „Low-Friction”-Produkte | Komplexe Kataloge & SEO-Sichtbarkeit |
Einige Erläuterungen dazu:
- Weg zur Teilnahme: Bei ACP ist die Liste der Händler:inen kuratiert. Man muss sich quasi bewerben, jeder KI-Touchpoint muss mit dem Händler extra eine Verbindung herstellen. Bei UCP kann theoretisch jeder auf seiner Domain die Fähigkeiten des eigenen Shops offen kommunizieren und jeder diese anwenden. Auch das zum Start angekündigte Partner-Netzwerk war bei Google / UCP größer. Da sich dies jederzeit ändern kann, empfiehlt sich jedoch ein regelmäßiger Blick auf die publizierten Listen.
- Teilnehmende Märkte: Beide Lösungen sind vorerst nur in den USA verfügbar. Wann diese in der EU verfügbar sind, ist offen - automatische Handlung und Aktionen werfen jede Menge rechtliche Fragen auf. Was passiert, wenn ein Bot aus Versehen das Lager leer kauft?
- Primärer Fokus: UCP erlaubt noch darüber hinaus die Integration weiterer Features, wie Loyalty Points, verschiedene Versandarten mit Multishipping und vieles mehr.
- Datenhoheit / Kontrolle: Der genaue Einblick in die Customer Journey geht, besonders bei ACP, zunehmend verloren. Händler:innen bleiben aber der „Merchant of Record“ und behalten ihre Kundendaten.
Implementierung von Agentic Commerce für B2C und B2B
Wie sehr und für welche Produkte Agentic Commerce vom Markt akzeptiert wird, muss sich erst weisen.
Geeignet sein könnte Agentic Commerce vorwiegend für:
- Produkte mit schwacher Kundenbeziehung (Commodity-Produkte)
- Standardisierte Sortimente
- Produkte mit robuster Marge
Momentan nutzen Kunden KI-Chats gerne zur Recherche und Meinungsbildung. Den Bestellabschluss möchten sie aber vorwiegend selbst vornehmen. Wichtiger ist es daher, dass Ihr Shop für KIs gut erreichbar ist und eine gute Reputation aufweist, als dass Sie eine vollständige Implementierung für voll-automatischen Käufe vornehmen.
Auch die Entwicklung von Agentic Commerce im B2B-Bereich wird spannend.
Das B2B-Geschäft hat viele Eigenheiten:
- Kundenindividuelle Preise, Sortimente und Lagerzahlen, die nicht öffentlich einsehbar sind
- spezielle Journeys und Use Cases, die über Standards schwer abdeckbar sind
- Workflows mit (mehrstufigen) Genehmigungsprozessen und Budgets
Eine mögliche Entwicklung sind spezialisierteAgents, zum Beispiel über Händler-spezifische MCP-Integrationen bzw. WebMCP-Funktionalitäten in Webshops, oder noch zu entwickelte Branchen-spezifische Protokolle.
Unser Ansatz als Agentic Commerce Agentur
Soweit die Theorie. Was bedeutet das für die Praxis? Wir freuen uns natürlich, wenn wir Sie im Detail bei diesem Prozess begleiten dürfen. Hier vorab der grobe Fahrplan, den wir gemeinsam vorgehen.
Strategie festlegen
Wir analysieren den Status quo und legen eine Strategie fest:
- Behalten Sie einen kühlen Kopf. Aufgrund des großen Hypes entsteht schnell eine “Fear Of Missing Out” (FOMO). Vieles, was man in Medien und sozialen Netzwerken liest, wird aber überspitzt und übertrieben. Dennoch: es ist wichtig, strategisch klar zu machen, wie weit man mitgehen möchte. Bereiten Sie sich mental auf eine Zukunft mit KI- und Automatisierungs-Unterstützung vor informieren Sie sich zu diesem Bereich laufend.
- Wir erheben den aktuellen Status: Wie weit sind Sie mit Themen wie Digitalisierung und Automatisierung? Was sind aktuell die größen Pain Points? Welche manuellen Tätigkeiten sind für Sie oder Ihre Kund:innen momentan am zeitaufwändigsten und nervigsten? Welche Neuerung würde ihr Geschäft auf ein ganz neues Niveau heben?
- Wir entwickeln eine Vision und Leitlinien, innerhalb dessen Unternehmen agiert. Wir definieren Roadmaps für die absehbare Zeit mit der Bereitschaft, auf geänderte Prioritäten zu reagieren.
- Wir halten Ihre Optionen offen. Es ist zu früh, alles auf eine Karte (oder einen KI-Provider) zu setzen.
Egal, ob es um den Einsatz von KI im Einsatz von Chats im Web-Browser, das Programmieren mit KI (Agentic Coding) oder die volle E-Commerce-Integration (Agentic Commerce) mit spezialisierten Protokollen geht: Die Entwicklungen gehen innerhalb von Monaten schnell voran und die technologische Führerschaft und Ausrichtung ändert sich ständig. Das Protokoll “ACP” von OpenAI ist ein gutes Beispiel: Im September 2025 als die Lösung für den vollautomatischen Einkauf vorgestellt, ruderte OpenAI ein halbes Jahr später zurück. OpenAI konzentriert sich nunmehr auf Produktempfehlungen und Bewerbungen mit Weiterleitung. Die Definition des offenen Standards wird mit Partnern prinzipiell weiter gepflegt, aber für Händler:innen im DACH-Raum ist eine Umsetzung im eigenen Shop aktuell nicht sinnvoll.
Lösungen müssen daher so angelegt werden, dass kein vollständiges Lock-In auf einen Anbieter gegeben ist, sondern Sie die Möglichkeit haben, umzusteigen. Möglich ist das, indem man sauber plant und zum Beispiel eine Abstraktionsschicht einzieht, welche die Umsetzung mehrerer Protokolle erlaubt. - Wir behalten den Markt im Auge und achten auf das richtige Timing.
Marke stärken
Wir investieren in Ihre Marke. Sie profitieren sowohl aus SEO-Perspektive - als auch GEO-Perspektive. Für traditionelle Suchen entscheidet der „Klick“, bei KI die Empfehlung.
- Klassische PR-Arbeit gewinnt wieder mehr an Wert.
- Trust bleibt wichtig. Gute Rezensionen, Zertifikate, Gütesiegel und co vermitteln Vertrauen: Stichwort „Social Proof“.
- Erzeugen Sie relevanten, authentischen Content. Erstellen Sie eigene Assets (Texte, Bilder, Videos, …).
Achtung: Seien Sie vorsichtig mit KI-generierten Inhalten. Diese werden mehr und mehr abgestraft. - Nicht jede:r wird nur noch über KI einkaufen, und nicht alle Arten von Produkten.
Wie bisher gilt für Multichannel Commerce und Omnichannel Commerce: Beachten, messen, optimieren Sie die verschiedenen Akquise-Kanäle und Absatz-Kanäle. Achten Sie auf eine gute Durchlässigkeit zwischen den Kanälen, damit Kunden leicht wechseln können.
Bestehende Kanäle bleiben zum Teil relevant. KI-Agenten können aber für Sie Markenbotschafter werden, und Ihren Kund:innen den Einkauf erleichtern. Beides macht KI zu einem potenziell wichtigen Umsatzfaktor für Sie.
Technik und Daten auf Vordermann bringen
Jetzt arbeiten wir Ihre E-Commerce-Software auf. Ihr Marketing-Tech-Stack muss passen, damit das System gut auf die Verarbeitung durch LLMs (Large Language Models) vorbereitet ist. Eine gesunde Basis in den Bereichen Technik und Daten ist noch wichtiger als zuvor.
Dazu zählt:
- Daten-Hygiene: Sie benötigen saubere, vollständige Daten.
- Daten-Aktualität: Häufige Daten-Updates und somit akkurate Informationen erhöhen die Relevanz Ihres Shops.
- Daten-Anreicherung: KI-Bots profitieren von umfassenden Produktdaten. Bieten Sie nicht nur die richtigen Inhalte für SEO-Conversions, sondern auch für KI-Conversions.
Sie können dazu auf verschiedene Quellen zurückgreifen:- Ihr PIM (oder Hersteller, andere Drittquellen, …) kann zusätzliche Daten zu Produkten, Materialien, Herkunft, technischen Details etc. liefern.
- Unstrukturierte Daten wie PDFs, Styleguides oder Kundenrezensionen liefern ergänzende, relevante Daten.
- Falls Sie Ladengeschäfte oder andere Touchpoints haben: Finden Sie heraus, was Kund:innen im realen Leben ihre Verkäufer:innen und Berater:innen fragen.
- Falls Sie keine Ladengeschäfte haben: Lassen Sie sich von der KI inspirieren: „Welche Fragen stellen Menschen der KI zu meinem Produkt / meiner Marke“? Ergänzen Sie Antworten auf diese Fragen.
- Ergänzen Sie Kontext-Informationen. Beschreiben Sie: In welchen Szenarien wird Ihr Produkt genutzt? Wofür ist das Produkt NICHT geeignet? Welche Probleme des Kunden löst ihr Produkt?
- Daten-Auszeichnung: Wir zeichnen Metadaten korrekt und strukturiert im HTML aus, damit Ihre Kategorien, Produkte, … für KI-Systeme auffindbar und verarbeitbar sind. Die reichhaltige Auszeichnung der Daten über schema.org hilft der KI und außerhalb.
- Webshop-Performance: Ihr Webshop und seine APIs müssen stabil funktionieren, verlässlich und schnell Antworten liefern, und auch mit höherem Traffic durch KI-Bots umgehen können.
All das macht Ihren Shop für KI-Bots und -Agenten lesbarer.
Webshop sinnvoll für Menschen und KI erweitern
Nun geht es ans Eingemachte. Alles, was bisher besprochen und geplant wurde, kommt zur Anwendung. Erweitern Sie Ihren Webshop, sowohl für User aus Fleisch und Blut, als auch für KI-Bots.
Für Menschen:
- Websites müssen stärker personalisiert und dynamischer werden. Das erreichen Sie über oben genannte Funktionen und Automatisierungen mit oder ohne KI. Hier greift man gerne nach einem „Best of Breed”-Ansatz auf spezialisierte Drittanbieter zurück. (Verweis auf unsere Seiten, in den wir diverse Drittanbieter-Integrationen auflisten.)
- Das Branding und das Nutzungserlebnis wird für diese Gruppe wichtiger. Umso mehr für jene, die explizit nicht mit KI einkaufen wollen, oder jene, die noch gar nicht wissen, was sie genau möchten, sondern lieber stöbern und entdecken. Auch die Optik und Differenzierung vom Mitbewerb kann für diese Kundengruppe wichtig sein.
- Für Shop-Administrator:innen gibt es je nach Shop-Software nützliche Administrations-Features, die direkt vom Hersteller in das Produkt integriert sind, oder durch Dritthersteller-Erweiterungen eingebunden werden können.
Für Magento, Shopware und WooCommerce (alle verlinken) können KI-Features wie die automatische Generierung oder Übersetzung von Texten verfügbar gemacht werden.
Für KI / Agentic Commerce Agenten:
- Falls Sie Googles Merchant Center Feed noch nicht einbinden, ist nun ein guter Zeitpunkt, darüber nachzudenken: Die Verwendung ist die Basis, damit Ihre Produkte im AI Mode der Google Suche und in Gemini Web auftauchen.
- MCP-Server im Shop erleichtern KI-Agenten und Software wie Claude Code die Interaktion. Bei Shopware und WoCommerce gibt es diese direkt vom Hersteller. Für Adobe Commerce und Magento Open Source gibt es mehrere Open-Source-Extensions, welche diese Funktionalität nachrüsten.
- Die Shopware-Führung agiert im KI-Bereich aktiv und treibt im hauseigenen Agentic Commerce Lab experimentelle Implementierungen für UCP und WebMCP in Shopware voran.
- Darüber hinaus können wir weitere Lösungen für Sie nach Bedarf maßgeschneidert implementieren.
Wichtig ist bei unseren hauseigenen sowie 3rd-party-Lösungen im Besonderen die Sicherstellung von Kontrolle und Sicherheit, damit keine halluzierende KI den Datenbestand gefährdet, den Web lahm legt oder das Lager leer kauft.
Dafür achten wir auf Aspekte wie- Rate Limiting,
- starke Authentifizierung,
- Middlewares als Puffer, asynchrone Queue-Lösungen oder Implementierungen mittels Webhooks.
Agentic Commerce Features einplanen
Aktuell ist es weder sinnvoll, ACP noch UCP (vollumfänglich) umzusetzen. Da UCP aus mehreren Modulen bzw. Features besteht (auch „Capabilities“ genannt), ist es aber möglich, sich mit Teilen davon auseinanderzusetzen. Wo möglich, implementiert man aus Kostengründen (Wartung bei Änderungen nicht vergessen!) nicht selbst, sondern wartet auf offizielle oder zumindest weit verbreitete 3rd-Party-Implementierungen.
Aktuell, laut Spezifikation 2026-04-08, gibt es folgende Capabilities:
- Catalog Capability
Hier geht es vor allem um die „Product Discovery“. Die Catalog Capability definiert, wie (KI-)Plattformen in einem Produktkatalog suchen - zum Beispiel über freie Textsuche, Kategorien und Filter-Navigationen, das Abfragen von Produkten/Varianten anhand von Identifiern in größerem Umfang, sowie dem Preisvergleich über Varianten hinweg. - Cart Capability
Die Cart Capability beschreibt Basis-Warenkorb-Funktionalitäten: Produkte können in einer oder mehreren Sessions hinzugefügt, entfernt und aktualisiert werden. Auch eine erste Schätzung der Preise (ohne vollständigen Checkout) ist enthalten. - Identity Linking Capability
Die Identity Linking Capability bringt zusätzlich einen spannenden Aspekt zusätzlich zum Stöbern im Webshop und dem Hinzufügen von Produkten zum virtuellen Einkaufswagen ein: Es soll KI-Agenten ermöglichen, sich als der User/Käufer zu authentifizieren und als dieser zu handeln. Erstens kann die KI damit Zugriff auf die gespeicherten Adresse, die Bestellhistorie etc. erhalten. Aus Marketingsicht wird es jedoch besonders mit der Personalisierung interessant: Gibt es Loyalitätsprogramme, persönliche Angebote oder userspezifische Preise, welche die KI sehen kann, sticht man womöglich gegenüber dem Mitbewerb hinaus.
Technisch setzt das Identitätsmanagement auf OAuth 2.0 auf. - Checkout Capability
Nun - Sie haben es erraten - sind wir dabei, den Kauf abzuschließen. Mit allem drum und dran wie Steuern, Versandkosten und Zahlung.
Sofern das Googles Agent Payments Protocol (AP2) für autonome Transaktionen nicht unterstützt wird, muss man den Checkout manuell abschließen. Aber, wie erwähnt: Besonders in Europa ist noch nicht abzusehen, wann es rechtssicher möglich sein wird, Käufe vollautomatisch abzuschließen.
Gut zu wissen ist schon heute, was geplant ist:- Ihr Unternehmen bleibt der „Merchant of Record“ (MoR) - Sie geben die Verkaufsdaten nicht aus der Hand
- Sie müssen nicht PCI-DSS-compliant sein, um Kartenzahlungen über diese Capability abzuwickeln.
- Order Capability
Ist der Einkauf abgeschlossen, übernimmt die Order Capability für die weitere Verarbeitung der Bestellung im Bestell-Lebenszyklus. Das Fulfillment mit aktualisierten Versandinformationen, Zahlungen, Refundierung, Disputen, Gutschriften und vielem mehr können abgebildet werden.
Der Webshop hält die (KI-)Plattform über Webhooks über Änderungen auf dem Laufenden.
Unser Rat: Aufgrund der genannten Situation raten wir, dass wir uns auf die Product Discovery konzentrieren. Machen Sie Google den Produktkatalog bekannt und erlauben Sie Googles KI, den Katalog zu erkunden.
Was bringt die Agentic Commerce Zukunft?
Bisher haben wir diese Features nur im Kontext des klassischen Online-Shoppings gedacht. Das ist aber nur einer von mehreren Anwendungsfällen (in der UCP-Spezifikation auch als „Service“ oder „Vertical“ bezeichnet) für die UCP entwickelt wird. Wir werden sehen, welche der weiteren Pläne Realität werden.
In Umsetzung befinden sich tatsächlich oder vermutet
- neue Verticals/Services wie Essens-Bestellungen, Subscriptions-Reisen, Dienstleistungen und Digitale Güter
- Erweiterungen der oben genannten Capabilities für komplexere Warenkörbe, Loyalty-Programme, umfangreichere Nach-Bestell-Betreuung und vieles mehr
Was auch passiert: Wir bleiben dran und möchten Sie gerne auf dieser Reise begleiten.
KI-Features und Agentic-Commerce für Ihren Webshop
Sie wollen sich zum Thema informieren, KI-Features für Ihren Webshop nutzen oder alles für Agentic Commerce im E-Commerce vorbereiten? Gehen wir es an!
Häufig gestellte Fragen zu KI & Agentic Commerce
Wir transformieren die Markenbindung. Statt visueller Experience bieten wir „Service Experience“ durch den Agenten. Der Agent wird zum Markenbotschafter.
Wir nutzen strikte Protokolle wie UCP. Wir implementieren Middleware, die als Puffer dient. Du bleibst "Merchant of Record" und behältst die volle Datenhoheit.








