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Upgrade auf Magento 2

Magento veröffentlichte im November 2015 die neue Version Magento 2. Inzwischen ist Magento 2 erwachsen und das Ende von Magento 1 naht.

Das stellt Shop-BetreiberInnen, die ihren Shop mit Magento 1 umgesetzt haben, vor viele Fragen – angefangen von „Sollte ich upgraden?“ bis hin zu „Was muss ich beim Upgrade beachten?“

Wir gehen auf die wichtigsten Fragen rund um die Migration von Magento 1 auf Magento 2 ein.

Sollte ich von Magento 1 auf Magento 2 upgraden?

Falls Sie von den neuen Features in Magento 2 nicht profitieren und Sie sonst momentan keine Relaunch-Pläne haben, fragen Sie sich vielleicht: „warum sollte ich mir das antun?“

Ein wichtiger Grund ist, dass Magento nach einer Übergangsfrist von fast fünf Jahren den Support für Magento 1 einstellen wird. Das „End of Life“ wurde für Juni 2020 festgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt gibt es keine Sicherheitsupdates für Magento 1 mehr.

Ist der Weiterbetrieb von Magento 1 möglich?

Wenn Sie trotz Einstellung des offiziellen Support Magento 1 verwenden möchten, besprechen Sie bitte mit Ihrem Dienstleister und Ihrem Rechtsbeistand die möglichen Auswirkungen für Ihren Shop. Wir als Agentur müssen darauf hinweisen, dass der Betrieb eines Shops ohne laufende Sicherheitsupdates mit Risiken verbunden ist und wir dafür keine Gewähr übernehmen können.

Rein technisch wird der Shop aber nicht mit 1. Juli automatisch aufhören, zu funktionieren. Mit mage-one.com möchte ein Zusammenschluss von deutschen EntwicklerInnen einen kostenpflichtigen Support mit Security-Fixes und Anpassungen für zukünftige PHP-Versionen für alle bieten, die weiterhin auf Magento 1 setzen.

Falls Sie Fragen zum Betrieb von Magento 1 z.B. mit mage-one.com haben, kontaktieren Sie uns gerne dazu!

Welche Vorteile bringt ein Update auf Magento 2?

Zu den Vorteilen von Magento 2 gegenüber Magento 1 zählen unter anderem:

Verbesserte Suche mit Elasticsearch

In Magento 2 ist bereits in der Open Source Edition mit Elasticsearch eine bessere Suchtechnologie als in Magento 1 vorhanden. Diese kann durch kostenlose und kostenpflichtige Erweiterungen aufgebohrt werden.

Full-Page-Caching mit Varnish

Ebenfalls in der Open Source Edition verfügbar ist eine Full-Page-Cache-Funktionalität. Durch das Zwischenspeichern kompletter HTML-Seiten wird die Geschwindigkeit der Seite stark verbessert und die Last auf den Webserver reduziert.

Der Full-Page-Cache kann entweder mit Varnish oder mit Redis verwendet werden.

Bessere Voraussetzungen für SEO

Das Basis-Theme und die Standard-Funktionalität bringen diverse SEO-Verbesserungen mit, die früher mit Extensions oder Eigenprogrammierungen nachgerüstet und extra aktualisiert werden mussten.

Dazu zählt unter anderem die Implementierung von Schema.org oder Canonical-Tags für Produkt- und Kategorieseiten.

Headless und PWA

Seit Magento 2.3.0 treibt Magento die Möglichkeiten voran, mit Magento 2 PWAs beziehungsweise Headless-Implementierungen zu bauen. Diesen Buzzwords gehört die Zukunft, davon ist die Industrie ziemlich überzeugt.

Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, schnelle, individuelle und innovative Shop-Designs zu bauen, die genau das bieten, was Ihre KundInnen möchten.

Dadurch, dass der komplette Shop über APIs angesteuert werden kann, wird zudem die Integration mit anderen Systemen besser realisierbar.

Neuere Technologie und Architektur

Magento 1 wurde 2008 veröffentlicht. Viele technische Grundpfeiler basierten auf Technologien, die damals aktuell waren, heute aber nicht mehr zeitgemäß sind.

Viele EntwicklerInnen kannten die alten Libraries und Sprachversionen gar nicht mehr und fanden aufgrund der geringeren Popularität schwerer Informationen dazu.

Durch die technischen Hürden war es schwerer, sauber komplexe Funktionalität zu bauen, automatisch zu testen und Innovationen zu schaffen.

Backend-Grids umkonfigurierbar und abspeicherbar

Kennen Sie das? Sie beauftragen Ihre Agentur zum fünften Mal, in derselben Listenansicht im Backend eine Spalte einzubauen, auszubauen oder zu verschieben. Außerdem benötigen Sie immer dieselben Filtereinstellungen und Sortierungen in der Produktliste, aber Sie müssen sie nach jedem Login wieder manuell zusammenklicken.

Für beides schafft Magento 2 Abhilfe: man kann Spalten und ihre Reihenfolge in Backend-Grids konfigurieren und das konfigurierte Grid samt Sortierungen und Filterungen abspeichern. Der Zustand ist somit beim nächsten Login wesentlich einfacher wieder hergestellt. Jede/r User/in kann seine eigenen Konfigurationen verwalten.

Admin-Bereich ist responsive

Der Magento 1 Adminbereich zeigte viele Informationen auf einmal, die Darstellung war für Mobilgeräte aber untauglich.

Das Backend von Magento 2 ist responsive, was vor allem für Außenmitarbeiter mit Tablets und ähnlichen Geräten praktisch ist.

Viele neue kleine Features

Abgesehen von den oben erwähnten Themen gibt es viele nette neue kleine Features, die erst im Detail auffallen. Zum Beispiel, dass man Produktvideos direkt einbinden kann.

Wieviel Aufwand ist ein Update von Magento 1 auf Magento 2?

Das lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Sie sollen die Migration von Magento 1 auf Magento 2 nicht als Update, sondern als Relaunch begreifen – mit allen Vorteilen und Nachteilen. Wir sprechen hier auf jeden Fall von Personenmonaten.

Wenn Ihr Dienstleister Magento 1 kennt, haben Sie den Vorteil, dass es für ihn einfacher ist aus dem bestehenden Code die bisherige Anwendungslogik abzuleiten und auf demselben Wege oder besser in Magento 2 umzusetzen. Außerdem gestaltet sich die Datenmigration von Magento 1 zu Magento 2 in der Regel etwas einfacher als von/zu einem anderen System, das vielleicht einen komplett anderen Ansatz der Datenspeicherung hat.

Wie gehe ich einen Umstieg auf Magento 2 am besten an?

Beginnen Sie damit, den Status Quo Ihres Shops zu evaluieren und entscheiden Sie:

  • Möchte ich die Strategie und Ziele des Shops anpassen?
  • Möchte ich ein neues Design oder gar einen ganz neuen Ansatz in der Userführung (User Experience Design) einführen?
  • Welche Funktionen und Daten aus dem bisherigen Shop benötige ich wirklich?
  • Was war ein Experiment, das ich aber nicht weiterverfolgen möchte oder ein Feature, das heutzutage nicht mehr nötig ist?
  • Wie halte ich den Shop und damit die Migrations- und Wartungskosten möglichst schlank?
  • Welche neuen Features von Magento 2 kann ich gewinnbringend nutzen?

Wenn Sie den Shop relaunchen, wäre es der richtige Zeitpunkt, solche Schnitte zu machen und mit einem Facelift an den Start zu gehen.

Eine 1:1-Kopie ist natürlich auch möglich, wenn Sie das bevorzugen. Überlegen Sie aber, ob Ihnen das wirklich den größten Mehrwert bietet, denn oft bedeutet ein genauer Nachbau Mehraufwände, die Sie anders besser investieren könnten.

Egal ob Facelift oder 1:1-Kopie – wir beraten Sie in beiden Fällen gerne!

Und das war schon alles?

Das war erst der Anfang! Ein kleiner Auszug aus weiteren Fragen, die für das Upgrade auf Magento 2 geklärt werden:

  • Setzen wir den neuen Shop als PWA/Headless-Implementierung um oder mit einem traditionellen Frontend?
  • Welche Features sind must-haves für den Umstieg und welche können wir nachziehen, um möglichst schnell mit der neuen Plattform zu starten?
  • Für welche Daten können wir auf eine Migration verzichten, weil sie ohnehin aus einem externen System (ERP/Wawi, PIM, CRM, …) kommen?
  • Wer kümmert sich um die korrekte Weiterleitung, falls sich URLs ändern?
  • Wie messen wir den Erfolg der Umstellung auf Magento 2? Was sind die KPIs?
  • Was wollen Sie immer schon umsetzen, konnten es aber bisher nicht tun?
  • Was sind die nächsten Schritte, um den Umsatz weiter zu steigern? Wie sollten wir weiter planen?

Wir denken, dass wir als erfahrene Magento-Agentur die richtigen sind, um mit Ihnen den Umstieg von Magento 1 auf Magento 2 erfolgreich zu meistern. Fragen Sie unverbindlich an, wenn Sie das auch so sehen!

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