Personalisierte Suchergebnisse: Die Antwort auf die „Selber-Suchen“-Frage

personalisierte-Suchergebnisse

Kennen Sie das? Sie suchen auf einer Suchmaschine wie Google regelmäßig nach Ihrem eigenen Unternehmen, zum Beispiel um Ihr Ranking auf der Suchergebnisseite oder Ihre Werbeanzeigen zu überprüfen.

Ihr Website-Eintrag erscheint dabei immer weit oben. Gutes Zeichen oder? Eigentlich schon. Das muss aber nicht bei jeder Userin, die nach Ihrem Unternehmen sucht, der Fall sein.

Stichwort: personalisierte Suchergebnisse. 

Doch was hat es genau damit auf sich? Was bringen personalisierte Suchergebnisse? Wie beeinflussen sie mein SEO-Ranking und meine bezahlten Ads? Wie kann ich sie umgehen?

Diese Fragen werden in diesem Blogpost geklärt. Tauchen Sie also mit uns gemeinsam ein in die Welt der personalisierten Suchergebnisse!

Personalisierte Suchergebnisse: Grundlagen

Was sind personalisierte Suchergebnisse?Cookie-Banner LIMESODA

Wie Ihnen vermutlich bekannt ist, hinterlässt man digitale Spuren, wenn man im Internet surft.

Mithilfe von Cookies, denen Sie mittlerweile aktiv zustimmen müssen, werden Informationen über das Suchverhalten in einem Suchprotokoll gespeichert.

Warum? Google verfolgt dabei ein klares Ziel: die Suchergebnisse bestmöglich an die Intention des Suchenden anzupassen.

Mit den Informationen aus früheren Suchanfragen kann die Suchmaschine die Ergebnisse also bestmöglich darauf ausrichten, was wir finden möchten.

Das äußert sich zum Beispiel daran, dass sich die Suchergebnisse bei verschiedenen Nutzern trotz gleichem Suchbegriff unterscheiden können.

Mithilfe dieses Algorithmus, der Daten über das Nutzerverhalten sammelt und die Ergebnisse dementsprechend ausrichtet, erkennt Google, was Ihnen besonders wichtig ist. Die Suchmaschine wird Ihnen dann diese Ergebnisse natürlich besser präsentieren, um Ihnen das bestmögliche Sucherlebnis zu bieten.

Um das Thema personalisierte Suchergebnisse drehen sich viele Fragen:

Steuert Google, was ich mir ansehen darf und was nicht?
Wie sehr unterscheiden sich die Suchergebnisse von Nutzer zu  Nutzer?
Welchen Einfluss hat das auf meine Werbeanzeigen?
Hat Suchmaschinenoptimierung für meine Website dann überhaupt noch Sinn?

So viel vorweg: Bei Fragen wie diesen handelt es sich oft um Mythen und unberechtigte Befürchtungen. Um diesen auf den Grund gehen zu können, sehen wir uns zuerst genauer an, wie Google bei der Personalisierung der Suchergebnisse vorgeht.

Wie werden Suchergebnisse personalisiert?

Um die Suchergebnisse auf die individuellen Bedürfnisse anzupassen, sammeln Suchmaschinen eine Vielzahl von Daten. Oben haben wir bereits das bisherige Suchverhalten angesprochen, dass die Suchergebnisseite beeinflussen kann. 

Doch darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Faktoren, die bei einer Suche erfasst werden und das Ergebnis beeinflussen können. Dazu zählen beispielsweise folgende Punkte:

  • IP-Adresse:
    Dadurch ermittelt Google den ungefähren Standort des Computers. So können lokal relevante Ergebnisse angezeigt werden. Beispielsweise sehen Sie so eher eine Werbeanzeige eines Shops, in dessen Nähe Sie sich befinden.

  • Endgerät und Browser:
    Google erkennt außerdem, mit welchem Gerät und Browser Sie im Internet unterwegs sind. Das hat den Zweck, dass die Ergebnisse an Ihr Endgerät angepasst und auf Tablet, Smartphone oder PC optimal dargestellt werden können. So erhalten Sie beispielsweise bei der Suche über den Browser Safari nur jene Suchergebnisse, die kompatibel mit Ihrem Apple-Gerät sind.

  • Google-Dienste:
    Nicht nur die Suchmaschine Google selbst wird für die Datengenerierung herangezogen. Um die Ergebnisse noch besser an Ihre Suchinteressen anzupassen, werden auch Daten aus sämtlichen Google-Diensten genutzt. Dazu gehört zum Beispiel YouTube, Google Maps oder Gmail.

Google sucht ständig nach der besten Lösung, auf die Bedürfnisse der Suchenden einzugehen. Daher wird vermutlich auch die Personalisierung noch nicht am Ende angelangt sein und weiter ausgebaut werden.

Personalisierte Suche & SEO

Da die Suchergebnisse von Google an das persönliche Suchverhalten angepasst ausgespielt werden, kann das auch einen Einfluss auf das organische Ranking haben.

Ja, die personalisierte Suche kann die Reihenfolge der ausgespielten Suchergebnisse beeinflussen. So kann es sein, dass meine Ergebnisseite anders aussieht, als bei meiner Kollegin – trotz identischer Suchanfrage.

Jedoch sind die Unterschiede in der organischen Suche meist nicht weltbewegend. Die Reihenfolge kann sich zwar unterscheiden, grundsätzlich sehen die NutzerInnen aber die gleichen Suchergebnisse.

Die personalisierte Suche ist aber lange nicht der einzige Rankingfaktor für Google. Davon gibt es Hunderte. So wird auch das Ranking dynamisch angepasst und kann sich daher laufend ändern.

Klingt spannend? Lernen Sie mehr über Suchmaschinenoptimierung auf unserer Website.

Suchmaschinenoptimierung ist also nach wie vor ein wesentlicher Baustein für ein gutes Ranking. Die Seite muss beispielsweise technisch einwandfrei funktionieren, strukturiert aufgebaut sein und relevanten Content liefern.

Animiert das Suchergebnis eine Userin, darauf zu klicken und auf der Website zu bleiben, signalisiert das Google, dass es sich um eine gute Seite handelt. Und belohnt diese mit einem Top-Ranking.

Ein wichtiger Bestandteil für gelungenes SEO ist die sorgfältige Landingpage Optimierung. Was das genau ist und wie Sie es umsetzen können, erfahren Sie in diesem Blogartikel!

Personalisierte Suche & SEA

Wir haben bereits geklärt, was personalisierte Suchergebnisse sind und welchen Einfluss diese auf SEO haben können. Doch nicht nur für Suchmaschinenoptimierung ist die Kenntnis darüber essentiell.

Vor allem, wenn Sie Suchmaschinenwerbung betreiben, sollten Sie sich bewusst sein, welche Auswirkungen die personalisierte Suche auf die eigenen Werbeanzeigen haben kann.

Wir erklären Ihnen, warum!

Sucht man beispielsweise nach der eigene Anzeige oder die Keywords, für die man rankt, kann das die ausgespielten Anzeigen auf der Ergebnisseite verfälschen:

  • Es kann sein, dass Sie Ihre eigenen Ads gar nicht mehr ausgespielt bekommen, da Sie sich ja bereits unzählige Male auf der Zielseite aufgehalten haben.
    Einer Userin, die eine Werbeanzeige bereits gesehen hat, spielt Google nämlich oft nicht dieselbe Anzeige noch einmal aus.

  • So kann das häufige Selber-Suchen nicht nur die Ausspielung beeinflussen, sondern auch den Qualitätsfaktor Ihrer Seite bzw. Ihrer Werbeanzeige.

  • Zudem beeinflusst dies das eingesetzte Werbebudget und kann auch wichtige Statistiken für die Auswertung der Ads verfälschen.

Und noch was: Es könnte auch gut möglich sein, dass Ihre Suchmaschinen Agentur die IP Adresse(n) Ihres Unternehmens ausgeschlossen hat und Sie die Anzeige somit nie ausgespielt bekommen.

In Firmen mit vielen Mitarbeitern oder erhöhter Parteien-Frequenz macht es durchaus Sinn, die Ausspielung der Ads auszuschließen, um Klicks zu vermeiden, die Geld kosten.

Mehr über Suchmaschinenwerbung erfahren Sie hier von unseren Ads-ExpertInnen!

Personalisierte Suche umgehen

Die eigene Zielseite in der Google-Suche zu recherchieren, kann also die ausgespielten Suchergebnisse und sogar die bezahlten Werbeanzeigen beeinflussen.

Um dies zu vermeiden, sollten Sie also davon absehen, Ihre Landingpage und Anzeigen selbst zu suchen.

Gibt es nicht eine Möglichkeit, die personalisierten Suchergebnisse zu deaktivieren?

Ja, die gibt es, sogar mehrere. Einige davon möchten wir Ihnen nun kurz vorstellen:

Inkognito-Modus

Eine Variante hierfür ist das Surfen im Inkognito-Modus des Browsers, auch “Privates Surfen” genannt. Dabei wird der Verlauf, Cookies und Websitedaten nicht vom Browser gespeichert. Somit wird ein anonymes Surfen ermöglicht.

Der Inkognito-Modus wird von zahlreichen Browsern angeboten. Dazu zählen Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge oder Safari.

So aktivieren Sie den Inkognito-Modus:

  • Öffnen Sie Ihren Browser
  • Klicken Sie auf das Einstellungen- oder Drei-Punkte-Symbol
  • Wählen Sie “neues Inkognito-Fenster” aus
    Hinweis: Je nach Browser kann die Bezeichnung variieren, z.B. “neues privates Fenster” oder “InPrivate-Fenster”
  • Ein neues Fenster öffnet sich, mit dem Sie im Inkognito-Modus surfen könnenInkognito-Modus

Gast-Modus

Neben dem Inkognito-Modus gibt es eine weitere Einstellung, um personalisierte Suchergebnisse zu vermeiden: den Gast-Modus.

Damit werden die Browseraktivitäten ebenfalls nicht gespeichert. Besuchte Websites, Werbeanzeigen oder Website-Anmeldungen werden also nicht erfasst.

Der Gastmodus dient vorrangig dazu, um Suchinformationen nicht auch in anderen Profilen verfügbar zu machen. Er eignet sich daher neben dem Vermeiden von personalisierter Sucher vor allem dann, wenn Sie Ihrem Computer verleihen oder einen fremden PC zum Browsen verwenden.Gastmodus

Der Gast-Modus ist in Google Chrome verfügbar und lässt sich folgendermaßen aktivieren:

  • Öffnen Sie Ihren Browser
  • Klicken Sie – rechts oben – auf das Profil-Symbol
  • Wählen Sie “Gast” aus
  • Ein neues Fenster öffnet sich, mit dem Sie im Gast-Modus surfen können

Google-Einstellungen

Alternativ zu den beiden Suchmodi können Sie auch entsprechende Vorkehrungen direkt in der Google-Suche vornehmen.

Unter “Einstellungen” können Sie beispielsweise die Suchaktivitäten deaktivieren oder die Aktivitätseinstellungen anpassen, wenn Sie in einem Google Konto angemeldet sind. So können Sie manuell selbst entscheiden, welche Daten erfasst werden und welche Sie ausschließen möchten.

Google-Einstellungen

Aktivitätseinstellungen

IP-Adresse ausschließen

Wie oben erläutert,  werden mit dem IP-Adressen-Ausschlussverfahren keine unnötig-bezahlten Klicks generiert und auch die Statistik nicht verfälscht. Möchten Sie Ihre Ads trotzdem aufrufen, sind jedoch die beiden bereits beschriebenen anonymisierten Suchmodi zu empfehlen.

Alternative Browser

Eine weitere Möglichkeit, um personalisierte Suchergebnisse zu vermeiden, ist das Verwenden von alternativen Browsern. Ein Beispiel dafür ist der Tor-Browser, mit dem Browserdaten durch durch das Netzwerk mehrfach verschlüsselt und anonymisiert werden.

Fazit

Die personalisierte Suche kann also die Suchergebnisse verändern. Auf Suchmaschinenoptimierung haben personalisierte Suchergebnisse weniger Einfluss. Für bezahlte Werbeanzeigen ist die Kenntnis darüber jedoch umso relevanter, um ein verfälschtes Ergebnis zu vermeiden.

Was können wir also empfehlen?

Verwenden Sie am Besten die Inkognito- oder Gast-Suche, um anonym zu surfen und die Personalisierung zu vermeiden. Somit können Sie sich trotzdem selbst suchen, verfälschen aber nicht das Ergebnis.

Sie haben noch Fragen zur personalisierten Suche? Sie benötigen Unterstützung bei SEO oder SEA? Gerne können Sie uns kontaktieren. Das Onlinemarketing-Team von LIMESODA hilft Ihnen weiter! 😊

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