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ORF-Interview: Datenhandel im Internet

Welche Daten werden im Internet gehandelt? Wofür werden sie eingesetzt und wie viel kosten sie? Diese und weitere Fragen diskutiert ich mit ORF-Journalistin Judith Langasch für die Konsumentenschutz-Sendung heute konkret. Datenhandel im Internet ist gang und gäbe. Grundsätzlich ist dies noch kein Anlass zur Sorge, denn in den meisten Fällen werden geht es um anonymisierte Daten.

Legale Daten für gezielte Online-Werbung

Natürlich „mag“ niemand Werbung. Aber viele Internet-User bevorzugen immerhin passende Werbung oder Produktvorschläge. Damit sie dem eigenen Interessenprofil entspricht, wird oft das Surfverhalten analysiert. Zusätzlich können frühere Käufe oder soziodemografische Daten herangezogen werden. Die großen Anbieter Google und Facebook wissen durch ihr device- und plattformübergreifendes Logging unseres Verhaltens ohnehin „alles“ über uns und lassen sich dieses Wissen von Werbetreibenden gut und teuer abkaufen. Aber auch andere Werbenetzwerke sammeln über Umfragen und Analysen des Surfverhaltens sehr viele Daten die sich gut auswerten lassen. Selbst die österreichischen Mobilfunkbetreiber oder Online Player wie Zalando bieten ihren Datenschatz gegen einen zusätzlichen Tausend-Kontakt-Preis von wenigen Euro für Werbetreibende an. Kennt man seine Zielgruppe, kann selbige mit Hilfe dieser Daten identifiziert und gezielt angesprochen werden. Wichtig: Mit den Daten kann keine Person direkt identifiziert werden. Ich weiß als Werbetreibender nur, dass es sich um eine Person mit entsprechendem Profil handelt.

Screenshot: Philipp Pfaller im heute konkret Interview zum Thema Datenhandel im Internet Screenshot: Philipp Pfaller im heute konkret Interview bei Judith Langasch

Datenhandel im Internet mit personenbezogenen Daten?

Legal ist dies ohne eindeutige, nachweisbare Zustimmung der betroffenen Personen nicht möglich. Spätestens ab Gültigkeit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dürfen personenbezogene Daten nicht ohne Zustimmung verarbeitet oder weitergegeben werden. Wenn also von Datenhandel im Internet gesprochen wird, muss sehr genau zwischen personenbezogenen Daten und anderen sowie zwischen Daten mit Zustimmung oder ohne Zustimmung unterschieden werden. Dinge wie E-Mail-Adressen oder Zahlungsdaten können jedoch kaum legal erworben werden.

Philipp Pfaller im ORF-Interview: Datenhandel im Internet ORF-Interview: Datenhandel im Internet - das Kamerateam

Generell kann ich aber nur empfehlen:

  • Schreiben Sie nichts ins Internet, was Sie nicht auch jeder Person auf der Straße sagen würden
  • Rechnen Sie damit, dass Sie nicht anonym sind
  • Sehen Sie die Privacy- und Datenschutzeinstellungen von Ihnen verwendeter Browser, Social Networks und sonstiger Programme durch
  • Lesen Sie das Kleingedruckte bei Gewinnspielen
  • Beachten Sie, dass Umfragen auf Websites im Internet oft dem allgemeinen Datensammeln dienen („Welcher Beziehungstyp sind Sie?“…)

Haben Sie Fragen zu datenschutzkonformen Online Marketing oder ihrer Social Media Betreuung? Gerne hier posten und ich stehe auch sonst gerne zur Verfügung!

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