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Die große Instagram Checkliste

Falls du nur wegen dem Wort: „Porno“ auf den Link geklickt hast, die entsprechende Stelle findest du hier.

1. Was ist Instagram?

Instagram ist eine Fotoplattform oder eher eine Microblogging Plattform (Danke, Wikipedia!), auf der seit jeher Fotos und seit kurzem auch Videos im Quadratischen Format gepostet werden. Vorlage zum Bildformat waren hier die alten Polaroid Kameras. Die Beiträge können mit Filtern, Hashtags und einem Beschreibungstext versehen werden. Der Vorteil von Instagram liegt in seiner einfachen Bedienung für die User. Es gibt nur zwei Posting Formate: Foto oder Video. Reine Text Postings oder Link Postings gibt es nicht. Links können zwar angegeben werden, sind aber nicht anklickbar. Das Motto von Instagram lautet eindeutig: Mobile first!
Es gibt zwar auch eine Desktop Version, diese ist aber eigentlich nur zum Betrachten der Bilder bzw. zum Folgen neuer Accounts gedacht und besitzt keine Funktion, Bilder oder Videos direkt vom Desktop aus auf Instagram zu posten.

Was wird auf Instagram vorwiegend gepostet?

Bilder, eh klar. Aber was für Bilder und welche Themen decken sie ab?
Folgende Themen sind auf Instagram sehr stark vertreten und sollten in der Kommunikation und Strategie berücksichtigt werden:

  • Food
  • Fotografie
  • Lifestyle
  • Fashion / Beauty
  • Travel
  • Sport
  • Animals
  • Nature
  • Science / Tech
  • Art / Design

Nicht jedes Unternehmen wird alle Themen abdecken können, sollte auch nicht Sinn oder Ziel der Strategie sein. Es rät sich, einen bunten Mix, der stärksten Themen, die das Unternehmen mit den eigenen Bildern abdecken kann, zu erstellen. Man sollte aber auch versuchen, auf kreative Art das eine oder andere „exotischere“ Thema mit einzelnen Beiträgen abzudecken.

So könnte die Aufteilung der größten Themenblöcke auf Instagram aussehen.

2. Wie kann ich mich als Unternehmen auf Instagram präsentieren?

Als Unternehmen sollte man sich für Instagram eine eigene Strategie überlegen, um in der Überfülle an tollen Instagram Kanälen herauszustechen. Es ist nicht ratsam, Instagram einfach als weiteren Verkaufskanal in den Social Media Garten an Kanälen aufzunehmen und dort nur dieselben Inhalte wie auf den anderen Kanälen zu verbreiten.
Man kann sich auch selbst ganz leicht die Frage stellen: „Wieso sollte ich Unternehmen XY auf Instagram Folgen, wenn ich eh schon auf Facebook oder Twitter Fan von Unternehmen XY bin und dort nur dieselben Inhalte in meinen Stream bekomme wie auf Facebook & Co.“
Wer eine eigene einheitliche Bildsprache und Linie verfolgt, ist auf Instagram klar im Vorteil und kann seinen Kanal so stärker positionieren. Wichtig ist hierbei die EIGENE Bildsprache und einheitliche Linie.

Als Unternehmen darf man auf Instagram auch nicht vergessen, dass dies noch eine Plattform für User ist und kein weiterer Verkaufskanal für Unternehmen oder Paid Media Plattform. Die Beiträge dürfen keinesfalls zu werblich rüberkommen, da man es sonst schwer hat, Follower zu gewinnen und Reichweite aufzubauen.
Wer teilt schon freiwillig ein Webesujet oder einen Eventflyer, wenn er selbst nichts damit zu tun hat und sich kein Gewinnspiel dahinter verbirgt. Richtig, niemand!
Es sollte auch dieselbe Sprache gesprochen werden die, die User auf Instagram sprechen (Dies gilt natürlich auch für jeden anderen Kanal). Also keine zu langen und komplizierten Sätze formulieren und auf jeden Fall passende Hashtags zu jedem Beitrag hinzufügen. Emoticons und Sonderzeichen sollten auch in den Bildbeschreibungen und Kommentaren eingebaut werden, um die Texte aufzulockern und authentischer wirken zu lassen.

Hier ein paar Beispiele unserer Kunden auf Instagram:
Samsung Österreich | Hofer Österreich | RAG Shop

Instagram Accounts unserer Kunden.

Was funktioniert für Unternehmen auf Instagram und was funktioniert nicht so gut?

Gut funktionieren Bilder die:

  • Geschichten erzählen
  • Innovationen zeigen
  • Kaum nachbearbeitet sind (Maximal Instagram Filter und wirklich nur ganz leichte Nachbearbeitung in Photoshop)
  • Authentisch sind (hätte auch ein „talentierter“ User so machen können)
  • Die Marke nahbar machen
  • Exklusive Einblicke vermitteln
  • Die Betrachter in die POV Szenerie versetzen (Zitat eines Freundes: „Was in Pornos funktioniert, funktioniert überall“)
  • Likable / Snackable aufbereitet sind
  • Keinen bis maximal wenig Text beinhalten

Nicht so gut funktionieren Bilder die:

  • Im Studio aufgenommen wurden
  • Zu viel mit Photoshop nachbearbeitet wurden
  • Künstlich und gestellt wirken
  • Zu abgehoben sind
  • Viel Text enthalten und an Flyer- oder Flugblatter erinnern

3. Community Aktivieren & Hastags definieren:

Hat man den Schritt auf Instagram gewagt und beginnt seine Cummunity aufzubauen, ist es ratsam die eigene Community gleich zu Beginn zu aktivieren und zu managen.

Eine gut geführte Community kann auch ein wertvolles Tool für ein Unternehmen darstellen.

Man kann hier beispielsweise mit folgenden Hashtags arbeiten, um die Community anfangs gleich zu aktivieren:

#[Unternehmensname]stories
Hier können die Fans dazu aufgefordert werden, ihre Geschichten rund um den Unternehmen und die Produkte zu posten. Also ihre ungefilterte Erfahrung und Meinung bzw. Geschichten dazu.

#[Unternehmensname]repost
Mit diesem Hashtag kann sowohl von den Fans, bei einem Repost des Unternehmens Bildes, als auch vom Unternehmen selbst, bei einem Repost eines Fan Bildes zum Unternehmen verwendet werden.

#[Unternehmensname]challenge
Dieses Hashtag eignet sich für eine Aufgabe oder einen Wettbewerb und natürlich auch für ein kleines Gewinnspiel. Fans müssen beispielsweise ein Selfie mit einem Produkt des Unternehmens auf Instagram posten.

#[Unternehmensname]collage
Dies kann für eine „Best of“ Aktion, der beliebtesten Unternehmens Posts des letzten Monats verwendet werden oder die Fans dazu animieren, selbst Collagen mit Bildern zum Unternehmen auf Instagram zu posten.

#[Thema]collage
Hierbei kann man sich ein Thema raussuchen und selbst etwas dazu Posten oder den Fans diese Aufgabe geben.

Sind diese Hashtags in der Community erst mal angekommen und verinnerlicht, lassen sich mit Hashtags wie: „#[Unternehmensname]stories“ oder „#[Unternehmensname]challenge“ viel einfacher die relevanten Inhalte der Instagram User identifizieren und gefiltert eine Auswahl an möglichen Reposts durch den Unternehmens Account auswählen.

4. Influencer identifizieren und bewerten:

Auf Instagram ist es für Unternehmen mittlerweile sehr wichtig geworden, die Influencer in ihrer Community zu identifizieren und an sie heranzutreten. Hierbei kann man die Influencer auch, je nach Wichtigkeit in Kategorien einteilen, um sie und ihre Inhalte zu bewerten.

  1. A-Influencer (ab 250K Fans)
  2. B-Influencer (ab 10K – 250K Fans)
  3. C-Influencer (ab 1K – 10K Fans)
  4. D-Influencer (ab 0-1K Fans)

Mögliche Bewertungskriterien für potentielle Influencer:

  • Gutes Bild aber kein Überzeugender Kanal
  • Keine anstößigen Bilder auf dem Kanal
  • Überzeugender Kanal
  • Mehrere hoch qualitative Bilder vorhanden
  • Anzahl der Bilder
  • Gute Kommunikation
  • Einheitliche Bildsprache

Hier sieht man die positive Auswirkung der Influencer auf die Reichweite der Unternehmensinhalte.

Influencer Kampagne starten:

Hat man die wichtigsten Influencer identifiziert, sollte man beginnen, sie stärker an das Unternehmen zu binden. Hierbei ist der Kreativagentur oder Marketingabteilung, die mit dieser Aufgabe betraut wird, gefordert und sollte sich eine spannende sowie attraktive Aktion für die Influencer einfallen lassen. Es rät sich auch, die Influencer für diese Aktionen direkt anzuschreiben und sie nicht über Gewinnspiele oder Promotions anzulocken. Ein ganz einfaches Beispiel für eine erste Influencer Aktion könnte einer der beliebten Instawalks sein. Bei dem Influencer zuerst in einem Formlosen Treffen gebrieft und wenn nötig an den Produkten geschult werden sollten, damit sie dann auch bereit für den Walk oder die Aufgabe sind und auch die vom Unternehmen gewünschten Ergebnisse erzielen können.

Das Ergebnis im Anschluss zu bewerten ist dann schon wieder etwas schwieriger. Hier kann man aber grundsätzlich den Aufwand mit den Interaktionen und der Reichweite der Influencer gegenüber setzen und mit den üblichen Interaktionen und Reichweite im Bezug auf den Aufwand gegen rechnen. Hier empfiehlt es sich auch, die Reichweite und das Engagement der Aktion mit den üblichen Werten zu vergleiche, um beurteilen zu können, ob sich diese Art der Aktionen auf Instagram für das Unternehmen auch auszahlen.

5. Sichtbarkeit erhöhen

Als Unternehmen muss man auf Instagram aus der Masse herausstechen, um erfolgreich zu sein.

Um die Reichweite auf Instagram zu erhöhen und auszubauen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Hat man die eigene Community aufgebaut, lohnt es sich ca. eine Stunde pro Tag vor dem Instagram Stream zu sitzen und Bilder der User zu liken und kommentieren.
    User freuen sich teilweise so sehr über ein bisschen Brandlove, dass sie Screenshots der Benachrichtigung, dass ein Unternehmen ihre Bilder geliked hat, posten und noch treuere Fans werden. Instagram bedient sich hier demselben Belohnungssystem wie bei Facebook. Für jede Aktion (Postings) bekommen die User eine Belohnung (Likes und Kommentare).
  • Es ist gerade in der Anfangsphase sehr wichtig, auch auf anderen Kanälen zu zeigen, dass man auch einen Instagram betreibt. So kann man beispielsweise die Facebook Fans oder Twitter Follower auf den eigenen Instagram Account aufmerksam machen und sie bitten einem zu folgen.
  • User Accounts beim Reposten auf Bildern markieren.
  • Gut auswählen, wem und wieso man jemandem auf Instagram folgt. Es ist vielleicht für den Start ganz nett, wenn man einfach mal vielen Usern folgt, in der Hoffnung, dass sie einem zurück folgen. Sollte der Instagram Account des Unternehmens aber größer werden, sollte hier genau darauf geachtet werden, wem dieser Unternehmens Account folgt und wie man dies gegenüber den Usern begründen kann.
  • Steigert man die Qualität der Postings, steigert man auch die Rechweite und damit auch die Sichtbarkeit. Hier wird aber nicht empfohlen einfach nur einen zehnten Filter auf das Bild zu knallen, sondern der Community und ihren Wünschen und Bedürfnissen genau zuzuhören, die Inhalte entsprechend anzupassen und die gewünschten Themen zu verstärken.
  • Ein paar „Standard“-Hashtags definieren, die bei möglichst jedem Beitrag angeführt werden und auch die Trending Hashtags beobachten und ggf. einbauen.
  • Ein sehr einfacher Weg ist es natürlich Aktionen und Promotions auf Instagram zu veranstalten. Wobei hier darauf geachtet werden sollte, dass sie für den User nicht zu kompliziert aufgebaut sein sollten. Alle Schritte, die der User erfüllen muss, um bei einem Instagram Gewinnspiel ordnungsgemäß teilzunehmen, muss sich der User merken können. In einem Standard Szenario sieht ein User ein Gewinnspiel in seinem Intagram Stream auf seinem Handy. Nimmt die Informationen auf, knipst ein Bild und will es hochladen. Ist der User im Hochladevorgang, so kann er nicht mehr zum Stream zurück wechseln, um nochmal genau nachzulesen, ob er das Unternehmen auf dem Bild markieren muss, wie das Hashtag zum Gewinnspiel nochmal genau lautet oder ob er das vom Unternehmen gepostet Bild „regramen“ (teilen) soll. Das regramen von Unternehmens Bildern ist ohnedies etwas … naja … mau und technisch ohne Umwege unmöglich auf Instagram, da es keine Teilen Funktion gibt. Die User müssten einen Umweg gehen und einen Screenshot, des geposteten Bildes machen und es dann erneut herunterladen. Verwendet der User eine eigene Regram-App für diesen Vorgang, ist meist auch der Name der App als Wasserzeichen enthalten und sieht nicht gut aus.
  • Instagram Usernamen als Wasserzeichen auf den Bilden platzieren. Wenn man den eigenen Instagram Namen klein aber dennoch gut sichtbar auf den eigenen Bildern platziert, ist der Verweis auf den eigenen Account immer im Bild, auch wenn die User das Bild regramen.
  • User auffordern, das Unternehmen auf Fanfotos zu markieren. So kann man auch bei den Freunden der Fans mit der Markierung in die Streams kommen und mehr User werden af den eigenen Instagram Account aufmerksam.
  • Viele User und Unternehmen vergessen auch auf die Ortsangabe bei ihren Instagram Postings. Durch die Ortsangabe können User, wenn sie sich an einem Ort befinden und nach Bildern dieses Ortes auf Instagram suchen auch die Bilder des Unternehmens in der Suche finden.

6. Wie sieht es mit dem Monitoring bei Instagram aus?

Instagram bietet derzeit noch keine eigenen Statistiken.

Instagram bietet derzeit noch keine eigenen Statistiken.

Instagram hat allerdings angekündigt, selbst Statistiken in Instagram zu integrieren und es den Unternehmen so leichter zu machen, ihre KPIs zu verfolgen. Weiters kann man aber auch folgende Tools für das Instagram Monitoring heranziehen:

  • Iconosquare ist zu Anfang ein gutes Tool, um den eigenen Account im Auge zu behalten, nach Hastags zu suchen oder die Kommentare und Direktnachrichten zu verwalten.
  • Quintly ist ein kostenpflichtiges Monitoring Tool, dass auch die Analyse des Instagram Accounts erlaubt.

7. Sonstiges rund um Instagram

Für Instagram gibt es auch einige hilfreiche Smartphone Apps, die einem weitere Möglichkeiten der Bildbearbeitung bieten oder einem gerade stark genutzte Hashtags ausfiltern. Hier ist eine kleine Liste, der Apps, die bei uns verwendet werden.

Bildbearbeitung/Filter:

  • Snapseed – Spitzen Bildbearbeitungs App von Google. Bietet mehr Bearbeitungsmöglichkeiten als Instagram.
    Android | iPhone
  • Mix by Camera 360 – Mit diese App lassen sich die selbst erstellten Filter auch als Presets abspeichern und auf andere Bilder anwenden.
    Android | iPhone
  • Retrica – Eine der wenigen Apps, die den Filter schon vor der Aufnahme am Display darstellen.
    Android | iPhone

Trending Hashtags:

  • TagsForLikes – for Instagram – Listet Hastags auf, die gerade häufig verwendet werden.
    Android | iPhone
  • Hashgram – Tags for Instagram – Listet ebenfalls die stärksten Hashtags auf.
    Android | iPhone

Falls du auch coole oder hilfreiche Apps für Instagram kennst oder sonst tolle Tipps hast, freue ich mich darüber in den Kommentaren zu lesen.

Rating: 5.0/5. Von 1 Bewertung.
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Kommentare

  • Vielen Dank für den Interessanten Artikel. Mal sehen was ich mir davon für den nexten Post merken kann.

    Liebe Grüße, Steffi

    Antworten

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