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Das war der A-COMMERCE DAY 2015

Am 22.10.2015 fand im Tech Gate Vienna der 1. A-COMMERCE DAY statt – ein Treffen der heimischen eCommerce-Branche veranstaltet vom gleichnamigen Unternehmen. Gemeinsam mit Anna und mir besuchten ca. 500 (werdende) Shopbetreiber sowie branchenrelevante Dienstleister die Veranstaltung.

Neben 23 Ausstellungs-Ständen wurden – jeweils parallel zueinander – von 10-17 Uhr durchgehend halbstündige Vorträge auf der Hauptbühne sowie Workshops geboten.

Die interessantesten Fakten daraus habe ich hier für euch zusammengefasst:

eCommerce in Österreich und Europa

Zahlen und Fakten zum eCommerce in Österreich 2015

  1. Es gibt zurzeit ca. 5.000 Online- und Versandhändler in Österreich.
  2. Der durchschnittliche österreichische Online-Shopper gibt ca 1.450 EUR/Jahr über diesen Kanal aus.
  3. Der Online-Handelsumsatz 2014 beläuft sich brutto auf (jeweils in Mrd. EUR)
    1. 223 in USA
    2. 156 in Europa
    3. 53 in UK
    4. 42 DE
    5. 6 NL
  4. Die Top 3 Warengruppen, die online gekauft werden
    1. Bekleidung
    2. Elektronische Güter
    3. Bücher
  5. Die Verbreitung und Beliebtheit von Zahlungsmitteln innerhalb Europas variiert stark. Es lassen sich aber gewissen Cluster erkennen.
    Beispiele:

    1. in UK ist die Debit Card stark verbreitet
    2. in Osteuropa erfreuen sich Kauf auf Rechnung und Nachnahme großer Beliebtheit
  6. Die meisten der 120 europäischen Card Acquirer haben ihren Sitz in Malta.

Interessante Dienstleistungen

  1. Die WKO bietet österreichischen Shop-Betreibern ein gefördertes Rechtshilfepaket. Um wenige hundert Euro werden sämtliche benötigten Rechtstexte (AGB, Datenschutz, Impressum, Widerruf,…) individuell auf Ihren Shop zugeschnitten erstellt.
  2. Der Anbieter exali.de bietet Shop-Betreibern eine Versicherung gegen zahlreiche potentielle Vermögensschäden.
  3. Der explizit auf das Hosting von Webshops spezialisierte Provider Profihost bietet nun auch einen persönlichen Ansprechpartner in Österreich – konkret in Korneuburg.
  4. Der Anbieter Secure Trading bietet neben Payment Services auch innovative Methoden zur Betrugsprävention.

Tipps zur Internationalisierung

  1. Perfektionieren Sie zuerst Ihre Prozesse im Inland. Fassen Sie erst dann eine Expansion in weitere Länder ins Auge.
  2. Ihre Mitarbeiter müssen zumindest die Muttersprache der Länder, in die expandiert werden soll, beherrschen.
  3. Besser noch sind Native Speaker, die neben der Sprache auch die Kultur der Länder kennen.
  4. Richten Sie (mittels VoIP) lokale Telefonnummern für Service-Hotlines ein. Tun Sie dasselbe mit Ihrem URLs.
  5. Verwalten Sie die gesamte schriftliche Kommunikation über einen zentralen Kanal. Nur so kann eine effiziente Qualitätskontrolle und -sicherung stattfinden.
  6. Verwalten Sie all Ihre Produktinformationen in einem zentralen System. Ein PIM (Product Information Management)-System ist das geeignete Tool dafür.
  7. Digitalisieren Sie sämtliche nicht-elektronische Kommunikation (z.B. Einscannen sämtlicher Papierdokumente).
  8. Evaluieren Sie (laufend), ob alle Prozesse zentralisiert in Ihrem Hauptstandort bleiben oder (teilweise) ins Ausland ausgelagert werden.
  9. Passen Sie die angebotenen Zahlungsmethoden an die Bedürfnisse der verschiedenen Länder an.
  10. Ziehen Sie für sämtliche rechtlichen Aspekte einen im jeweiligen Ausland sitzenden, auf dieses Thema spezialisierten Experten zurate.

Fazit

Die Vorträge und Workshops waren – bis auf vereinzelte Ausnahmen, wo sie allein zu Marketing-Zwecken missbraucht wurden – durchwegs interessant und professionell.

Ich vermisste Pausen zwischen den Programmpunkten – dadurch musste einerseits manch interessante Diskussion aprupt abgebrochen werden, andererseits verpasste man beim Wechsel von einem Raum zum anderen stets den Beginn des Folgevortrags (bzw. wurde dieser immer gestört durch ständig neu eintreffende Teilnehmer). Durch die fehlende Mittagspause gab es auch keine Gelegenheit zu netzwerken oder die Ausstellungs-Stände in Ruhe zu besuchen, ohne andere Programmpunkte zu verpassen. Hier wäre meiner Ansicht nach ein weniger dichtes Programm sogar von Vorteil gewesen.

Die Ausstellungs-Stände (ja, wir haben uns trotzdem Zeit genommen, diese zu besuchen :-) waren einladend gestaltet und informativ.

Ich finde es toll, dass es nun auch in Österreich ein so großes offizielles Event für die eCommerce-Branche gibt und hoffe, dass es auch nächstes Jahr wieder veranstaltet wird. Für Shop-Betreiber und solche, die in naher Zukunft welche werden wollen, finden sich hier zahlreiche interessante Themen und Kontakte, die den (für diese Zielgruppe) günstigen Ticketpreis durchaus wert sind.

 

Wart auch ihr am A-COMMERCE DAY? Schreibt mir eure Eindrücke als Kommentar!

Mehr Infos dazu

  1. Offizielle Webseite
  2. Blogpost des Veranstalters
  3. Blogpost von copeX
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Claudia Köninger

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