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Webbrowser-Nutzung in Österreich: Edition März 2012

Fast genau ein Jahr ist es her, dass wir über die Browserverteilung im LimeSoda-Netzwerk geschrieben haben. Damals war die Frage: „Darf IE6 endlich sterben?“ Zum Glück können wir das inzwischen mit „Ja“ beantworten. Die Websites, bei denen der IE6 eine relevante Rolle spielt, geht gegen null.
Was hat sich also geändert? Sehen wir uns die Browser-Nutzung in Österreich 03/2012 an. Spannend ist besonders, ob die Verbreitung von Chrome bei uns so stark ist, wie man in internationalen Statistiken immer wieder lesen kann.

Datenbasis

Wir haben ca. 100 österreichische Websites analysiert. Der Pool setzt sich aus unterschiedlichsten Branchen zusammen und beinhaltet Websites, Blogs und Shops aus dem B2C- und B2B-Bereich. Neben einem Teil unseres Kundenportfolios wurden auch LimeSoda-Eigenprojekte berücksichtigt. Gemessen wurde die Browserverteilung für fast 1,5 Millionen Seitenaufrufe der letzten 30 Tage. In der Vergangenheit hat sich unser Querschnitt als sehr repräsentativ für die heimische Browser-Nutzung erwiesen. Das dürfte auch dieses Jahr so sein.

Browser-Verteilung

Unsere Analyse zeigt die folgende aktuelle Browserverteilung:

BrowserProzent
Internet Explorer37,63%
Mozilla Firefox34,63%
Apple Safari12,13%
Google Chrome09,64%
Android Browser02,97%
Opera01,69%

Im Vergleich zu 2011 hat sich in unserer Rangliste wenig verändert. Auch heute noch ist der Internet Explorer von Microsoft mit 37,6 Prozent der weitest verbreitete Browser. An zweiter Stelle folgt der Mozilla Firefox mit 34,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr haben die Spitzenreiter um 4 bzw. 3 Prozent nachgelassen.

Doch wo sind die beiden stärksten Herausforderer, Google Chrome und Apple Safari? Chrome wird in internationalen Studien häufig schon an zweiter oder gar erster Stelle geführt, was vor allem dem asiatischen Raum geschuldet ist.

In Österreich hingegen hat Google noch einen weiteren Weg vor sich. An dritter Stelle folgt nämlich Safari mit 12,1 Prozent und erst an vierter Stelle findet man Chrome mit 9,6 Prozent. Beide Browser konnten somit um circa 2 Prozent zulegen. An fünfter Stelle liegt der Android Browser, der in der Google-Analytics-Statistik extra ausgegeben wird. Sein Anteil liegt bei 3 Prozent. Opera befindet sich nur noch an sechster Stelle und kommt auf 1,7 Prozent.

Die meistgenutzten Browser-Versionen

Wir lieben moderne Browser. Warum? Sie bieten neue Funktionen, unterstützen neue Standards und sind schnell. HTML5, CSS3, Canvas, WebGL und so weiter. Lauter Begriffe, die dem Durchschnitts-Nutzer nichts sagen müssen.

Man muss nur wissen:

  • Damit lassen sich coole Sachen anstellen und großartige Ideen umsetzen.
  • Der Internet Explorer hinkt in Sachen Funktionen und Standards noch hinterher. Internet Explorer 9 ist auf einem ganz guten Weg, welcher mit IE10 fortgesetzt werden wird. Sobald IE8, IE7 oder gar IE6 auf einer Website noch häufig verwendet werden, sind jedoch mühsame Anpassungen und Kompromisse auf der Tagesordnung.

Unter diesen Aspekten können wir uns nun die meistgenutzten Browser-Versionen zu Gemüte führen:

BrowserProzent
Internet Explorer 819,23%
Firefox 10.019,17%
Internet Explorer 913,55%
Chrome 17.008,80%
Internet Explorer 7.004,25%
Safari 7534.48.303,84%
Firefox 3.6
03,59%
Firefox 9.003,12%
Safari 534.52.702,57%
Android Browser 533.102,47%
Firefox 11.002,21%
Firefox 3.001,93%
Firefox 8.001,60%
Safari 534.53.1001,49%
Opera 11.6101,39%
Safari 6533.18.501,03%
Mozilla Compatible Agent 5.000,96%
Safari 533.22.300,70%
Firefox 7.000,61%
Firefox 4.000,61%
Internet Explorer 6.000,58%
Firefox 5.000,58%
Firefox 6.000,56%
Safari 534.54.1600,44%
Safari 533.21.100,40%
Safari 534.51.2200,35%
Safari 533.19.400,28%
Chrome 16.000,27%

Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich mehrere interessante Erkenntnisse:

  • Die Browserlandschaft ist viel stärker diversifiziert als noch vor einem Jahr.
    Haben die 3 stärksten Browser letzten März 70,07 % der Anteile ausgemacht, so muss man heute 7 Browser berücksichtigen, um die 70%-Hürde zu überspringen.
    Um 97,5 % des Browsermarktes zu unterstützen, musste man 21 verschiedene Browser-Versionen im Auge behalten. Zum aktuellen Zeitpunkt muss man für 97,5 % geschlagene 35 Browser-Versionen testen. Und da sind Anpassungen für die hunderten verschiedenen Bildschirmgrößen bei Smartphones, traditionellen Handys, Tablets und Netbooks noch nicht einmal einbezogen.
  • Man glaubt es kaum, aber: Internet Explorer 8 hat sich die Nummer-Eins-Position des meistgenutzten Browsers zurück geholt (19,23%). Durch die häufigeren Major-Releases von Firefox verteilten sich die Anteile des Fuchses auf wesentlich mehr Versionen als früher.
  • Die gefürchteten Browser haben Gott sei Dank jedoch kräftig Marktanteile eingebüßt.
    Internet Explorer 6: 2,57% => 0,58%
    Internet Explorer 7: 8,03% => 4,25%
    Internet Explorer 8: 30,48% => 19,23%
  • Wir wollen aber nicht nur auf den IE einhämmern. Auch bei Firefox gibt es zwei Ladenhüter:
    Mozilla Firefox 3.6: 31,56% => 3,59%
    Mozilla Firefox 3.0 1,35% => 1,93%
    Beide Browser stammen noch aus der Zeit vor den häufigen Updates. Sie machen immerhin 5,5 Prozent der Besucher aus und müssen beachtet werden. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation entwickelt, wenn Mozilla am 24. April den Support für Version 3.6 einstellt.
  • Safari hält sich weiterhin gut – nicht zuletzt dank iPad und iPhone.
  • Google Chrome versteht es dank seiner Politik der stillen Updates ausgezeichnet, den Besuchern die aktuellste Version unterzujubeln. Firefox wird mit der nächsten Version (Firefox 12) ebenfalls auf das Silent Update umgestellt.
    Für Webentwickler ist das nicht zuletzt aufgrund der kurzen Veröffentlichungszyklen wichtig. Wer kann und will schon zig Browser-Versionen unterstützen, die sich nur minimal unterscheiden?

Fazit

Was lernen wir aus der Browserstatistik März 2012 für Österreich?

Die Webbrowser-Nutzung in Österreich hat sich in den letzten 12 Monaten nicht radikal verändert. Der Microsoft Internet Explorer liegt vorne, hat jedoch genauso wie Mozilla Firefox leicht verloren. Apple Safari und Google Chrome holen leicht auf.

Österreichische Web-User haben seit März 2011 ihre Browser fleißig aktualisiert, wobei aufgrund der kurzen Releasezyklen wesentlich mehr unterschiedliche Browser-Versionen im Markt zu finden sind. Gemeinsam mit den vielen verschiedenen Bildschirmauflösungen von Smartphones, Tablets, Netbooks, Notebooks und Desktop-PCs bedeutet das:

  • wesentlich mehr Aufwand für Webentwickler bzw. eine stärkere Erfordernis für Responsive Webdesign.
  • ein Umdenken bei Website-Betreibern, die auch heute noch erwarten, dass ihr Internet-Auftritt bei jedem Benutzer gleich aussieht, egal welchen Browser und welches Gerät er verwendet.

Veraltete Browser sterben langsam, aber sicher aus. Hier muss für jedes Projekt entschieden werden, inwieweit man zugunsten der „Web-Dinosaurier“ auf Innovationen verzichtet.

 

 

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