Was ist ein Crypto Wallet?

Was ist ein Crypto Wallet

Auf fast jeder Blockchain gibt es eigentlich immer eine eigene Cryptowährung die für die Interaktion mit der jeweiligen Blockchain benötigt wird und die Betreiber der jeweiligen Blockchain als Belohnung erhalten, dafür dass sie das Netzwerk betreiben. Um diese Cryptowährungen aufzubewahren ist ein eigenes Crypto Wallet notwendig.

Im Prinzip ist ein Crypto Wallet mittlerweile eine Kombination aus Bankkonto und sozialem User Profil

Da es eine Vielzahl an Blockchains gibt, die alle andere Funktionsweisen und Entlohnungssysteme haben, werde ich mich in dieser Übersicht auf die Ethereum Blockchain konzentrieren, da diese Blockchain am weitesten verbreitet ist und die meisten Anwendungen darauf aufgebaut wurden. Durch die Funktionsweise der NFT Tokens auf der Ethereum Blockchain, erlaube ich es mir, das Crypto Wallet mit einem Profil auf einem sozialen Netzwerk zu vergleichen und werde später noch genauer darauf eingehen.

Vorweg möchte ich aber noch anmerken, dass ich – wie viele andere Anwender – über die Faszination an der Technologie und den Coins und Tokens auf das Thema Blockchain gestoßen bin. Die Coins und das damit verbundene Auf und Ab, sind aber mittlerweile das Uninteressanteste an dem ganzen Thema, da die Blockchain einfach so viel mehr bietet als nur Coins und ihre stark volatilen Fiat Kurse.

Transparenz ist unser Freund

Zuerst müssen wir uns aber bewusst machen, dass die Blockchain nicht nur neu ist, sondern bei vielen Aspekten unseres Alltags ein Umdenken von uns verlangt. Der erste Punkt, der hier gleich als Vor- und Nachteil auffällt, ist die Transparenz. Bedingungslose Transparenz, um es gleich zu verdeutlichen, denn jeder User kann jede Transaktion innerhalb der Blockhain aber auch jeden Kontostand und jede NFT Galerie in jedem Crypto Wallet einsehen.

Crypto Wallets gelten zwar als Pseudonym, also einer Mischung aus Anonym und doch nicht anonym, doch die meisten werden mit ihren Wallets mit Freunden, Bekannten oder Anwendungen interagieren, die bei einer gewissen Menge an verfügbaren Daten sehr wohl einen direkten Rückschluss auf den jeweiligen Besitzer des Wallets liefern.

Die Kontonummer eines Ethereum Crypto Wallets alleine lässt jedenfalls noch keine Rückschlüsse ziehen und sieht grob wie folgt aus:
0x98kj2383n128312o3j812312m38123uo123045
*Kein Grund diese Adresse gleich zu stalken, ich hab hier nur wild auf meine Tastatur eingetippt

Totale und uneingeschränkte Kontrolle

Besitzt man ein Crypto Wallet, dass man sich selbst oder über einen Drittanbieter Dienst angelegt hat, so bekommt man meist kryptische Seed Phrases oder lange komplizierte Buchstaben-Wort Kombinationen, die sich bestimmt nur die Wenigsten merken können. Diese Zugangsdaten sollte man sich aber gut aufschreiben und lieber doppelt und dreifach in der analogen Welt an unterschiedlichen Orten aufbewahren. Die genauen Informationen, was alles zu beachten ist, werden einem aber beim Einrichten des Wallets meist von den jeweiligen Diensten nochmal aufgelistet und einem ins Gewissen geredet sie nicht gleich leichtsinnig auf seinem Facebook-Profil zu posten.

Das Zauberwort lautet „Selbstverwaltet“

Hat man seine Wallet und die damit verbundenen Seed Phrases oder Private Keys sicher verwahrt, hat man immer die volle Kontrolle über das Wallet und den darin gespeicherten Coins, Tokens, NFTs und was man sonst noch so in seinem Wallet gesammelt hat. Jede weitere Person, die die Logins zum eigenen Crypto Wallet kennt, kann uneingeschränkt darauf zugreifen und man kann den Zugriff darauf nicht verhindern, da es keine Möglichkeit gibt das Crypto Wallet zu sperren. Daher die Zugangsdaten lieber sicher verwahren und sie nicht offen bei der nächsten Party am Kühlschrank anpinnen.

Bei Crypto Wallets gibt es viele wesentliche Unterschiede zu Bankkonten oder anderen Accounts bei denen wir uns einloggen müssen, aber diese beiden sind im Punkto Sicherheit womöglich die wichtigsten:

  • Die Zugangsdaten, die uns zugewiesen werden, erlauben uns, die volle Kontrolle über das Wallet zu haben. Das Wallet kann aber nicht gesperrt werden und niemand kann es für uns sperren.
  • Die Zugangsdaten lassen sich nicht zurücksetzen oder ändern, sollte man sie vergessen oder den Zugriff darauf verloren haben. Hier kann einem niemand mehr helfen in sein Crypto Wallet zu kommen, da das „reinhacken“ in diese hoch verschlüsselten Konten nahezu unmöglich ist und es keine Servicestelle gibt, die einem einen Link zum Zurücksetzen des Passworts zuschickt.

Not your Keys, not your Coins!

Wenn wir nun wissen, dass das Konto und sein Kontostand transparent auf der Blockchain abgebildet ist, wir Logindaten in Form von Seedphrases erhalten, die uns aber auch jeder anderen Person, die sie kennt volle Kontrolle gewährt und wir die Zugangsdaten nicht ändern oder zurücksetzen können, können wir den nächsten Schritt wagen und das Wallet mit den ersten Cryptomünzen befüllen.

Wieso brauche ich gleich am Anfang Cryptomünzen, um mit der Blockchain interagieren zu können?

Die Blockchain wird von sogenannten Nodes (Konotenpunkten) bzw. Minern betrieben. Diese Miner stellen Rechenleistung bereit, um die Transaktionen innerhalb des Netzwerkes zu verarbeiten und auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Da das Betreiben der Blockchain Rechenleistung und daher auch einen Stromverbrauch fordert, fallen für die Betreiber kosten an, die sie sich wiederum von den Anwendern der Blockchain zurückholen, indem sie Transaktionskosten für jede Handlung auf der Blockchain verlangen.

Von Banküberweiseungen kennen wir das noch am ehesten, dass bei einer Überweisung ggf. Überweisungsgebühren anfallen und so kann man auch die Transaktionskosten für die Interaktion mit der Blockchain sehen. Bei unserer Internetverbindung oder Handyvertrag können wir das mittlerweile nicht mehr so genau nachvollziehen, da wir von den Bezahlmodellen wo wir noch nach MB, Minuten oder Anzahl an SMS angerechnet werden zum Glück schon lange abgekommen sind und nur noch Flatrates zahlen.

Wo bekomme ich Cryptowährungen?

Cryptowährungen erwirbt man üblicherweise auf sogenannten Exchanges, Online-Plattformen auf denen man für Euro oder Dollar alle möglichen Cryptowährungen oder Tokens kaufen kann und diese auf deren Handel spezialisiert sind. Hier kann und will ich keine Empfehlung abgeben welche gut und welche besser sind. Hier muss sich jeder selbst erkundigen welcher Exchange zu welchen Konditionen faire Rahmenbedingungen bietet.

Do your own research!

Hat man die ersten Cryptocoins oder Bruchteile von Coins erworben, ist die Information wichtig, dass die Wallets, die man auf den Exchangebörsen angelegt bekommt nicht Selbstverwaltet sind, sondern die Exchanges diese für einen verwalten. Dort bekommt man keine direkten Keys für seine diversen Crypto Wallets, hat dafür aber die Möglichkeit die Zugangsdaten zurücksetzen zu lassen, sollte man diese vergessen haben und kann den Support anschreiben, wenn man mal ein Problem mit seinem Wallet oder Account hat.

Meine Empfehlung ist jedenfalls nicht zu große Beträge auf Exchanges liegen zu haben, sondern in selbstverwaltete Wallets zu schicken, da die Exchanges zentralisiert sind und von heute auf morgen verschwinden könnten.

Haben wir unser eigenes selbstverwaltetes Wallet, die Logins sicher verwahrt und die ersten Coins in unser Wallet geschickt, steht uns eigentlich nichts mehr im Weg, die bunte Welt der Blockchain, ihrer umfangreichen Anwendungen und die unglaublich kreative Welt der CryptoArt Szene mit ihren NFTs und Blockchain Kunstwerken zu erkunden und uns in das Getümmel auf dem Blockchain Highway zu stürzen.

Anfangs fand ich es sehr abstrakt ein NFT zu erwerben und es in meiner Geldbörse abzulegen, da ich nur mein Onlinebanking Konto als Vergleich kannte und es mir nicht vorstellen konnte wie das genau funktioniert, wenn ich Bilder in meinem Krypto Konto liegen habe. Mittlerweile ist es aber absolut natürlich geworden und fühlt sich eher so an als wäre es mein Instagram oder Facebook Profil, in dem ich tolle Beiträge von befreundeten Künstlern oder coolen Projekten sammle. Die Grenzen verschwimmen in dieser neuen Welt zwischen Bankkonto, auf dem man die Kryptomünzen sammelt, die einem neue Möglichkeiten bieten und sozialem Userprofil auf dem Ethereum Netzwerk mit dem man sich und seine Person darstellt und durch die gesammelten Inhalte seine Hobbys, Interessen und Kunstgeschmack zum Ausdruck bringt.

Jede Transaktion kostet Transaktionsgebühren

Da uns nun bewusst ist, dass wir mit der Blockchain eine Technologie nutzen, die sehr neu ist und viele für uns neue Vorgänge aufweist, sollten wir uns auch mit den Transaktionen und ihren Kosten befassen. Abhängig von der jeweiligen Blockchain und deren Funktionsweise bzw. Auslastung, kann es zu höheren oder niedrigeren Transaktionskosten kommen. Wie bereits erwähnt erheben die Miner bei der Ethereum Blockchain die Transaktionskosten, wenn sie die Transaktionen über ihre Server mit ihrer Rechenleistung verarbeiten. Hier empfiehlt es sich nicht zeitlich dringende Transaktionen so einzustellen, dass sie mit niedrigen Transaktionskosten abgeschickt werden oder man zeitkritische Transaktionen so einplant, dass die zu Zeiten durchgeführt werden, in denen weniger „Verkehr“ auf der Blockchain ist und sie daher günstiger sind.

Neugierig geworden, welche neuen Möglichkeiten die Blockchain für Ihr Unternehmen oder Projekt bietet?

Dann fragen Sie gleich an und wir helfen Ihnen, die passende Blockchain Anwendung zu evaluieren und Sie #Cryptofit zu machen.

Weitere Artikel zum Thema Blockchain und neuen Plattformen gibt es regelmäßig in unserem LIMESODA Blog.

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