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TYPO3 und Magento: Die TUGA bei LimeSoda.

Gestern durften wir die 48. TUGA, also die TYPO3 User Group Austria in unserer Lounge hosten. Hauptthema war die gemeinsame Verwendung von TYPO3 CMS mit dem Webshopsystem Magento. Mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestätigten die Aktualität des Themas. Zwei spannende Vorträge widmeten sich dann auch diesem Thema. Dabei wurden auch zwei völlig unterschiedliche Zugänge zum Thema vorgestellt. Die totale „Verheiratung“ von TYPO3 und Magento einerseits und die Kombination zweier, parallel aufgesetzter Systeme, auf der anderen Seite.

Wolfgang Twaroch und seine Kolleginnen und Kollegen von plan2net stellten ein sehr großes Projekt vor, bei dem die beiden Systeme total ineinander verwoben und an zahlreiche weitere Systeme wie CRM, ERP und PIM angebunden wurden. Die Suche wird über Solr gelöst und spielt eine zentrale Rolle. Vorteile sind u.a. eine nahtlose Suche über alle Inhalte, nur eine URL, ein Single-Logon, eine einheitliche Benutzerführung die totale Verschränkung aller CMS- und Shopinhalte inkl. komplexer Regions- und Sprachauflösung. Der „Preis“ für diese Vorteile ist ein erheblicher technischer Aufwand von vielen Personenjahren.

Georg Ringer von Cyberhouse präsentierte mit seinem Projekt quasi einen Gegenentwurf. Dabei sind die beiden Systeme deutlich einfacher miteinander integriert. TYPO3 liefert den Kopf- und Fußbereich während Magento den Content-Bereich mit den Produkten beistellt. Diese Lösung ist verhältnismäßig einfach umzusetzen. Problematisch wird es, falls die Content-Blöcke nicht so sauber zu trennen sind. Wenn beispielsweise die Merkliste aus dem Shop im Kopfbereich untergebracht werden soll. Funktional ist diese Lösung nicht mit einer totalen „Verheiratung“, also einer tiefgreifenden Integration aller Contentblöcke zu vergleichen. Der Aufwand bewegt sich vergleichsweise auch nur im Prozent-Bereich.

Ob es sich auszahlt, die beiden Open Source Systeme TYPO3 und Magento in einem Projekt zu kombinieren und falls ja, welche technische Tiefe angestrebt werden sollte, bedarf einer eingehenden Analyse und Beratung (auch wir stehen gerne zur Verfügung :-). Folgekosten bei späteren Updates sind beispielsweise zu berücksichtigen. Als Faustregel würde ich sagen: So lange es nicht absolut notwendig ist, lieber nur auf ein System setzen. Aber wenn es sein muss, muss es sein.

Abgerundet wurde TUGA von kurzen Updates zu Neuigkeiten von TYPO3 CMS (Philipp Bergsmann) und TYPO3 Neos (Florian Weiss).

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