LimeSoda Blog

Russisches Datenspeicherungsgesetz (RusDSG): Strafen verdreißigfacht

Bereits mit September 2015 trat  das russische Datenspeicherungsgesetz (RusDSG) in Kraft, das die Speicherung personenbezogener Daten russischer Staatsangehöriger innerhalb der Landesgrenzen vorschreibt.

Weniger als 2 Jahre später, seit Juli 2017 wird der Strafrahmen für Nichteinhaltung empfindlich verschärft: Mit 295.000 Rubel auf das beinahe 30-fache! Darüber hinaus wird jeder Verstoß gesondert geahndet.

Es kann also sehr schnell so richtig teuer werden (von der verhängten Zugangseinschränkung oder kompletten Sperre der eigenen Webseite mal abgesehen). Man ist als Shopbetreiber mit russischer Kundschaft daher gut beraten, rasch zu handeln, um dem Gesetz Folge zu leisten.

Hier die relevanten Eckpunkte des Gesetzes in aller Kürze:

Für wen besteht Handlungsbedarf?

  1. Sie sind ein Unternehmen, das eine Internetpräsenz betreibt, die auf Russland ausgerichtet ist (russische Domain, russische Sprachversion, Währung Rubel, Russland als mögliche Lieferadresse)
  2. Sie erfassen und/oder bearbeiten seit 1. September 2015 personenbezogene Daten russischer StaatsbürgerInnen

Privatpersonen, Archiv-Datenbanken und die Speicherung von Daten russischer Arbeitnehmer sind von diesem Gesetz nicht betroffen.

Was ist zu tun?

Vereinfacht gesagt: Es muss dafür gesorgt werden, dass sämtliche personenbezogene Daten russischer Staatsbürger auf physisch in Russland befindlichen Servern gespeichert werden.

In der Praxis bedeutet das:

  1. entweder, man betreibt also die gesamte Internetpräsenz über einen russischen Anbieter
  2. oder man erstellt für das russische Klientel eine eigene Instanz der Webseite/des Webshops, die auf einem Server in Russland liegt und wartet diese parallel

Detaillierte Infos

Zugunsten der Übersichtlichkeit habe ich’s hier sehr kurz gehalten. Ausführlichere Infos finden sich in den untenstehenden Quellen.

Noch keine Bewertungen.