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OMX 2018 in Salzburg

Am 22.11.2018 fand in der Brandboxx in Salzburg die neueste Auflage der OMX statt, ich hatte das Vergnügen, für LimeSoda vor Ort zu sein und Eindrücke aus den abgehaltenen Panels zu sammeln, was nicht immer ganz einfach war, es fanden über den ganzen Tag hinweg auf 3 Tracks immer jeweils ein Vortrag statt, ich stand also vor der Qual der Wahl.

Fast nichts tötet eine starke Marke

Klare Worte und ein interessanter Vortrag waren Kern der einleitenden Keynote von Karl Kratz, der über die Herausforderung, mit seinem Online Auftritt zu „berühren“ referierte. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir das Dreieck aus Technik, Design und Mystik. Während die Technik und Design noch relativ einfach zu bewältigen sind, sollte es das Ziel eines jeden Markenauftritts (und wenn es um noch so simple Produkte geht) sein, eine Geschichte zu erzählen und eine besondere Magie mit dem User zu erzeugen.

Facebook ist irrelevant

Das behaupte nicht ich sondern Charles Bahr, 16 Jahre alt und Geschäftsführer einer Agentur, die sich auf Marketing mit Fokus auf die Generation Z spezialisiert hat. Demnach nutzt die junge Zielgruppe im Alter von 10-23 Jahren Facebook defakto nur noch, um salopp gesagt die Geburtstage ihrer Eltern zu recherchieren. Wer diese Zielgruppe erreichen möchte, kommt nicht an Tik Tok, Twitch und Twitter sowie Instagram, Snapchant und YouTube vorbei. Schöngefärbte Botschaften funktionieren nicht, Authentizität ist es, die überzeugt. Heißer Tipp auf Snapchat zum Steigern der Interaktion: das Nutzen sogenannter Snapchat Streaks. Interessant war für mich ebenfalls das Statement, dass die junge Zielgruppe auf Mainstream setzt, Mass Customization ist anscheinend nicht (mehr?) gefragt.

Amazon Ads

Amazon bietet mit dem Seller und Vendor Programm, welche zukünftig unter Amazon Advertising geführt werden sollen zwei interessante Marketing-Tools, die für Onlineshop-Betreiber interessant sein könnten. Zwar gäbe es auch noch ein Display Netzwerk, das ist aber erst ab einem Mindestbudget von 10.000 EUR möglich.

Wer kleinere Brötchen backen möchte, kann es einmal mit Sponsored Products oder Brands versuchen. Damit hat man die Chance, seine Produkte nach einem Prinzip, das AdWords ähnelt in den Suchergebnissen von Amazon unterzubringen. Der Anteil an bezahlten Ergebnissen beträgt mittlerweile übrigens schon 60%.

Werbeanteil auf Amazon

Das Setup funktioniert ebenfalls wie Google AdWords, man erstellt eine Kampagne, definiert Anzeigengruppen und kann Produkte mit Keywords ausgestattet ins Rennen schicken. Wie effizient das Ganze ist, hängt stark davon ab wie sehr man sich die doch noch recht eingeschränkt anmutenden Reports (im Vergleich zu Google) zu Nutze macht. Eine Alternative zu Sponsored Products stellen Brand Ads dar. Hier möchte sind folgende Vor- und Nachteile hervorhebbar:

  • Die Kosten für Sponsored Ads sind deutlich höher und bewegen sich bei einem Tagesbudget AB 10 EUR.
  • Dafür kommt bekommt man den Vorteil, dass man das Suchvolumen zu den geschaltetetn Keywords recherchieren kann. Das ist ein Feature, dass erst nach dem Freischalten der Marke und NICHT im Sponsored Products Bereich zur Verfügung steht.
  • Ein weiterer Vorteil von Sponsored Brands ist die CTR. Für diese kann man etwa 2% annehmen, während sie bei Sponsored Products bei 0,5% liegt

SEO, Webdesign & UX

In diesem Panel ging es darum zu zeigen, wie SEO, Webdesign und UX ineinander greifen und wertvolle Tipps zu bieten, wie man diese vereint für sich nutzen kann. Ein paar der für mich interessantesten waren:

  • Auf design.google.com bietet sich Interessenten ein Blog Format, das aktuelle Designtrends behandelt, die man für sich nutzen kann.
  • Wer wissen möchte, was eine schwache Performance kostet, kann dies mit einem netten neuen Gimmik von webpagetest.org ausprobieren.
  • Bei der Performance gilt es, zwischen tatsächlicher und wahrgenommener Performance zu unterscheiden.
  • Die tatsächliche Performance lässt sich mit Preloading via http verbessern, so könnte man z.B. in dem Moment, indem ein Produkt im Warenkorb liegt im Hintergrund bereits alle Ressourcen für den Checkout geladen werden. Sobald der User diesen dann einleitet, sind alles Benötigte vorhanden und der Checkout deutlich performanter.
  • Für die wahrgenommene Performance kann man mit Skeletons bzw. gradueller Progression dafür sorgen, dass der User eine Seite schneller wahrnimmt, als sie tatsächlich ist.
  • In der Usability ist das Design aufgefordert, den Produktnutzen im zu simulieren, mit der richtigen Präsentation kann die Conversionrate damit angeblich um bis zu 25% verbessert werden.
  • Ein paar interessante Tools, die vorgestellt wurden: hotjar für das Tracking von Formularen, Quiveo zur Nutzer Identifikation, Adespresso zur Facebook Ad Recherche und Leadformly um mittels vorgefertigter Formulare Zeit und Geld zu sparen.

Emotionale Treiber in Google AdWords

Mittlerweile kann man festhalten, dass gutes SEA nicht mehr eine, sondern mindestens zwei Wissenschaften in sich vereint. Während AdWords für sich eine Wissenschaft darstellen lohnt sich auch der Einsatz von Neuromarketing.

  • Das Nutzen von Fear of Missing out durch Countdown Parameter, die dynamisch mit Hilfe von Feeds angepasst werden können (Beispiel Booking.com)
  • Ebenso den Anker-Effekt bei der Preissetzung nutzen und Lockvogel Angebote bewerben
  • Framing
  • Social Proof ist so wichtig wie Reputationmanagement, wer gute Bewertungen hat, wird öfter gekauft.
  • Auch das Prinzip der Gegenseitigkeit kann für zusätzliche Conversions sorgen
  • Einsatz von Hippocampal Headlines
  • Wie auch immer man es anstellen möchte: Immer positiv formulieren und wenn man seine Zielgruppe mit der Anzeige zum lachen bringen kann, ist es auch nicht verkehrt.

Was man beim Relaunch von Websites beachten sollte

Für Projekte von uns eigentlich kein Thema denn wir bieten dieses Service von Haus aus, war es für mich doch überraschend zu sehen, wie oft von Projekten berichtet wurde, bei denen SEO weitgehend unterschätzt und das Ranking unter einem Website Relaunch gelitten hat.

Daher an dieser Stelle noch einmal kurz zusammengefasst, wann sich ein Relaunch lohnt: Immer dann, wenn es technologisch Sinn macht (z.B. im Rahmen einer veralteten Technologie oder dem Wechsel auf ein neues CMS). Manchmal kann ein iteratives Vorgehen das Risiko zusätzlich minimieren. Bei einem Relaunch jedenfalls zu beachten:

  1. Die Ist-Situation genau bewerten. Woher kommt der Traffic, was sind die wichtigsten Menüpunkte in der Sitemap?
  2. Aufräumen vor dem Relaunch: Mit Hilfe eines Content-Audits nicht benötigte Inhalte frühzeitig entfernen
  3. Bei Projekten mit LimeSoda immer vorhanden: Das Aufsetzen und Nutzen einer Testumgebung vor dem Relaunch
  4. Vor dem Go Live: Monitoring vorbereiten und Testen, Testen, Testen!

66(6) Social Media Tipps

Wer alle Tipps haben möchte, besorgt sich am Besten die Folien von der Präsentation. Ich für mich fand die folgenden Vorschläge bemerkenswert:

  • Es kommt eben doch auf die Größe an. Bei Blogposts. Lange Blogpost haben eine größere Chance viral zu gehen.
  • Um das Vertrauen in den Author zu vergrößern ist es empfehlenswert, ein Onlineprofil zu pflegen.
  • Inhalte reposten spart Zeit und Geld. Auf Facebook sinkt die Reichweite ab dem 3ten Tag bereits um ca. 98%, auch auf Twitter lohnt es sich, interessante Inhalte zu reposten.
  • Man kann auch auf dem Desktop bequem per Instagram posten, in dem man z.B. in Chrome mittels F12 die mobile Darstellung triggert und so die Posting-Funktion verfügbar macht.
  • Linkedin bietet ein Social Selling Dashboard
  • Mit Cyfe wurde ein interessantes Tool zum Gestalten von Social Media Dashboards im Stil des Google Data Studios empfohlen
  • Beim Erstellen von Content immer die drei Fragen stellen: Wo kann ich den Inhalt noch publizieren, wie kann ich ihn noch publizieren und für wen kann ich ihn noch publizieren.

Hashtag Highjacking einmal anders

Wer auf der Suche nach qualifiziertem Personal ist oder die Teilnehmer von Konferenzen wie die OMX oder SEOKOMM als Zielgruppe definiert, für den bieten die projezierten Hashtag-Streams eine Chance der besonderen Art.  Während die Beiträge während der Panels noch abwechseln entsteht in den Pausen eine Ruhephase, die man für das Platzieren seiner Botschaft (wie diesem Fall für die Bewerbung eines Studiengangs) nutzen kann.

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