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SEO-Evolution: Vom SEO zum Inbound- bzw. Contentmarketing

Man könnte meinen, als Suchmaschinenoptimierer durchlebt man nach all den Google-Updates des letzten Jahres eine harte Zeit, doch ich sehe das ganz und gar nicht so. Die SEO-Branche hat aufgrund nicht-nachhaltiger und dubioser Angebote und Leistung die gesamte Szene ins Zwielicht gerückt.

Aktives und offensives Linkbuilding sollte man inzwischen besser bleiben lassen oder zumindest nur noch sehr vorsichtig betreiben. Von Linkkauf und Linktausch habe ich mich ohnehin eher fern gehalten. Mein Ziel war und ist es immer, unseren Kunden möglichst langlebige und nachhaltige Dienstleistungen zu bieten. Deshalb kommt uns die Tatsache sehr entgegen, dass sich die Szene insgesamt im Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit und Professionalität befindet.

SEO-Evolution

Konnte man als Suchmaschinenoptimierer vor etwa 10 Jahren noch mit Erfolg wild vor sich hin werken, so hat sich dieses Handwerk inzwischen doch sehr gewandelt. Einen einheitlichen Qualitätsstandard wird es zwar weiterhin eben so wenig geben wie ein allgemeines Bewusstsein für ebendiese nötige Qualität. Dennoch befindet sich zumindest ein Teil der Branche gerade im Wandel hin zu mehr Qualität und Nachhaltigkeit. SEOnaut Marco Janck hat in seiner Radio4SEO-Sendung vom 9. Jänner dieses Thema sogar mit einem inspirierenden Interview mit SEO-Größe Andreas Bruckschlögl hervorgestrichen.

Das Hauptaugenmerk sollte demnach vor allem auf einer soliden Recherche-Arbeit liegen und infolge der Recherche dann natürlich im Content. Diese Strategie kommunizieren wir bei LimeSoda auch schon seit längerer Zeit an unsere Kunden. Schwierig ist dabei aber leider oft die Bewusstseinsbildung, dass auch kundenseitig viel für das Thema zu tun ist. Ein schlichtes „Ich gebe dir Geld, du gibst mir ein gutes Ranking“ klappt nicht mehr. Gute Auffindbarkeit erreicht man nun einmal nicht (mehr) mit einfachen Maßnahmen, bei denen sich der Kunde zurücklehnen und den SEO machen lassen kann. Ohne Firmen- und Produkt-Know-How klappt es nicht.

Inbound-Marketing und Content-Marketing

Das Inbound-Marketing zielt darauf ab, vom Kunden gefunden zu werden und steht damit dem Outbound-Marketing gegenüber, bei dem man Nachrichten an die Kunden aussendet. Klassisches Outbound-Marketing umfasst somit Werbemittel wie Fernsehwerbung, Flyer, Radiowerbung und Postwurfsendungen. Inbound-Marketing hingegen stellt Inhalte rund um Produkte und Dienstleistungen, sowie zu kompletten Themenkomplexen in den Mittelpunkt und beschäftigt sich mit deren Auffindbarkeit. Hier kommt schließlich das Content-Marketing ins Spiel.

Wichtig beim Content-Marketing ist zuerst einmal, die Zielgruppe sowie die Mitbewerber gut zu kennen und auch ein gewisses Gespür für künftige Entwicklungen zu besitzen. Darum ist auch eine gute Recherche zu Beginn jeder Kampagne von großer Bedeutung. Im Zentrum der Inhalte sollten nicht unbedingt jedes Mal die angebotenen Produkte und Dienstleistungen stehen. Vielmehr geht es darum, gute und fachlich in die Tiefe gehende Artikel und Inhalte zu liefern, die sich in der Folge auch im Netz verbreiten bzw. referenziert werden. Der Linkaufbau steht dabei nicht im Vordergrund – gute Inhalte führen aber in der Regel immer zu guten und natürlich gewachsenen Verlinkungen.

SEO-Auftraggeber aufgepasst!

All das zuvor Beschriebene kann nur dann funktionieren, wenn der Auftraggeber bei diesen Maßnahmen auch mitspielt. Kunden, die nicht aus sich heraus gehen wollen, sich nicht einbringen und keine wirklich nützlichen Informationen verbreiten wollen, werden es künftig schwer haben. Denn ohne Offenheit und ein entsprechendes Bewusstsein für moderne Kommunikationskanäle auf Kundenseite kann auch die beste Agentur nichts ausrichten. Eine große Herausforderung beim Schritt vom „SEO“ zum Content-Marketing ist es also, Überzeugungsarbeit zu leisten und motivierend voran zu schreiten.

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