LimeSoda Blog

Fun 2.0 – Vienna Games Conference

Die Vienna Games Conference F.R.O.G. – „Future and Reality of Games 2012“ – fand heuer zum sechsten Mal im beeindruckenden Ambiente der Game City im Wiener Rathaus statt. Ich hatte die Ehre als Host des Panels „Fun 2.0“ zu fungieren und die etwa 200 anwesenden FachbesucherInnen durch die Vorträge zu führen und die Livediskussion im Anschluss zu moderieren.

Gaming 2.0 = Fun 2.0?

Jun. Prof. Dr. Alexander Unger von der Universität Hamburg beleuchtete in seiner Keynote neue Geschäftsmodelle in der Digital-Gaming-Branche. Dazu zählen die Etablierung von Gaming-Plattformen wie Steam, von Indie- und Social-Games sowie die zuletzt rasante Entwicklung des Mobile-Gaming-Sektors. Gegenstand seiner Untersuchungen ist u.a. die Frage ob sich neue Abrechnungsmodelle wie Free2Play in Kombination mit Subskription auf das Gamedesign und damit auf das Spielerlebnis auswirken. Fun 2.0 ist auf jeden Fall nicht zwingend die Folge von Gaming 2.0.

Die verführerische Kraft des Spiels

In den anschließenden Impulsvorträgen kritisiert Mag. Vincent Tschaikner Spielmechaniken, die zu Sucht führen können oder Gamer wie beim Thema „Gamification“ mit oft nur langweiligen Tätigkeiten im Spiel halten. Mag. Harald Baumgartlinger zeigte anhand einer Untersuchung von Darkfall-Online-Spielern, dass sich die Nutzungsmotive und Spielertypen dieses PvP-MMORPGs (Player-versus-Player-Massive-Multiplayer-Online-Roleplay-Game) signifikant von Mainstream-Konkurrenten wie World of Warcraft (WoW) unterscheiden. Helmut Krassl zeigte, wie digitale Spiele künftig eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Softskills im Rahmen von Arbeitsintegrationscoachings spielen könnten. Den Abschluss bildete schließlich Dipl. Päd. Gabriele Gischka, MSc, die der brisanten Frage nachging, wie LehrerInnen „onlinesüchtige“ SchülerInnen erkennen und ihnen helfen können. Dieses Thema vereinnahmte dann auch den Großteil der anschließenden Live-Diskussion mit dem Publikum.

Weitere Konferenz-Themen waren „Positive-Impact-Games -Nützliche Spiele?“, „Nicht für das Spiel, für’s Leben lernen wir – Spiele und Lerntransfer“, „Werte & Wirkung – Gefährliche Spiele?“ und „Spielend lernen – Digitale Spiele in der Unterrichtspraxis“.

Für mich war es ein tolles Erlebnis dabei zu sein, vielen Dank auch an Mag. Alexander Pfeiffer und das Organisationskomitee!

 

Noch keine Bewertungen.