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Flat Design 2.0

Flat Design dominiert die Gestaltung von Webseiten seit einigen Jahren, doch wie bei jeder anderen Designströmung werden auch hier nach und nach Prinzipien geändert und Regeln gelockert.

Flat Design hat sich sozusagen als „Gegenbewegung“ zum Skeuomorphistischen Design entwickelt. Letzteres beschreibt die Gestaltung von Anwendungen nach ihren realen Vorbildern – beispielsweise wurde das Design einer Bücher-App dem Aussehen eines Bücherregals nachempfunden. (links die iBooks App im Skeuomorphistischen Design, rechts in Flat Design)

Apple war lange Zeit Vorreiter in dieser Art des Designs, bis im Jahr 2012 in einem radikalen Redesign-Prozess Flat Design eingeführt wurde.

Hier noch eine Seite, die Unterschiede zwischen Flat Design und Skeuomorphistischen Design ganz gut veranschaulicht ;-)
www.flatvsrealism.com

 

Besonders für die Gestaltung von responsive Designs bringt das Flat Design große Vorteile mit sich, da die Elemente einfach skalierbar sind.

Flat Design kommt ohne Schatten, Verläufe, Spielgelungen und andere plastische Effekte aus. Somit wird allerdings für User schlechter erkennbar, welche Elemente einer Applikation klickbar bzw. interagierbar sind – der Benutzer benötigt also mehr Zeit, um diese Eigenschaften herauszufinden, worunter die User Experience leidet.

Deshalb beginnen Designer langsam die bekannten Regeln des Flat Designs zu brechen und gezielt Schatten und andere Akzente zu setzen, um die Benutzbarkeit ihrer Anwendungen zu verbessern. Oberstes Ziel sollte dabei sollte aber sein, die charakteristisch minimalistische Ästhetik beizubehalten.

Ein gutes Beispiel dafür ist Google Material Design: Die Anmutung ist immer noch minimalistisch und klar, klickbare Elemente werden allerdings dezent hervorgehoben.

www.google.com/design/spec/material-design/introduction.html

 

 

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