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Das war die Mage Unconference 2018 in Köln

Einen Monat ist es jetzt schon her, dass ich auf der Mage Unconference in Köln war. Da ich ständig gerne daran zurück denke – zum Beispiel, wenn ich meinen coolen Kaffee-Becher von team neusta neben meinem Bildschirm stehen sehe – wird es höchste Zeit, das Event Revue passieren zu lassen!

Peoples and Places

2017 fand die Unconference noch im „Startplatz“ im MediaPark statt. (Wer sich fragt, was eine Unconference überhaupt ist: siehe mein Beitrag von 2017.) Dieses Jahr empfang uns das „Tor 28„. Eine eindeutig sehr vielseitige Location, in der sonst von Ballett-Kursen bis zu Kuschelpartys alles mögliche stattfindet. Letztere wurden dort zumindest beworben, wir haben es an diesem Wochenende nicht probiert. ;-) Jedenfalls fand ich den Veranstaltungsort gemütlich. Manche meinte, dass er eine Spur größer hätte ausfallen können, aber ich finde, es war ein guter Mix. Nicht zu voll, nicht zu leer.

Das Gruppenbild fürs Familien-Album. (c) FireGento / Korbinian Aßbichler

Das Orga-Team (das sind Carmen, Claudia, Fabian, Rico, Sonja und Tobsen) hat auf die vergangenen Jahre noch eins drauf gepackt. Viele kleine Details zeigen die Liebe und Hingabe, mit der bei der Vorbereitung der Unconference zu Werke gegangen sind. Zum Beispiel gab es dieses Jahr zum ersten Mal eine Kinder-Betreuung, man konnte sich selbst Anstecker basteln, wer seine Zahnpasta oder Ähnliches vergessen hat durfte sich in einem Essentials-Körbchen bedienen, es gab das tollste Essen und den leckersten Kaffee das/den ich je auf einer Konferenz genießen durfte, eine Saft-Bar, die Räume hatten witzige Insider-Namen, es gab einen Tischfußball-Tisch und Air-Hockey und und und. Da darf man nicht vergessen den Sponsoren zu danken <3, die das ermöglichen.

Fast schon nicht mehr zu erwähnen, weil es immer so ist, und gerade zu erwähnen, weil es immer so ist:

  • die Menschen, die man auf der Unconference trifft, sind herzlich und offen, tolle Leute. Jede(r) ist bemüht, neue TeilnehmerInnen willkommen zu heißen. Um möglichst inklusiv zu sein, bemühen sich zum Beispiel alle Englisch zu sprechen, selbst wenn kein Englischsprachiger im der Runde steht. Einfach, damit jemand der davon etwas mitbekommt und kein Deutsch spricht, besser dazu kommen kann.
  • das Konzept der Unconference – die, die da sind, bestimmen das Programm – führt zu höchst spannenden Themen und Diskussionen. Durch die Ungezwungenheit einer Unconf kommt dabei auch mehr heraus als bei anderen Veranstaltungen.
  • da Kommunizieren im Vordergrund steht, gibt es viele Pausen und Gelegenheiten dafür. Mitmachen heißt die Devise. Wer will kann sich natürlich auch einfach die Vorträge und Diskussionen anhören und im Hintergrund halten, das ist kein Problem. Doch wer gerne mitmischt, ist stark dazu eingeladen.

Ich würde gerne noch Weiterschwärmen, aber ich muss jetzt mal zum Punkt kommen, sonst wird das der nächste 3.000-Wörter-Blogpost. ;-)

Was habe ich auf der Unconference also gesehen, gesprochen und gehört?

PWA Solutions for Magento

Andreas über PWA-Frameworks für Magento 2

Eines der heißen Buzzwords war natürlich PWA (Progressive Web App). Andreas von Studnitz stellte gängige Frameworks für die Umsetzung von PWAs für Magento 2 vor und ging auf die jeweiligen Vor- und Nachteile ein.

Unser Eindruck deckt sich mit dem, was besprochen wurde: keine der vorhandenen Lösungen Magentos PWA Studio, Deity, FrontCommerce und Vue Storefront ist ein „No-Brainer“. Es wird noch einige Zeit dauern, bis sich herauskristalliert, was die beste Basis ist. Die kann auch für jede/n Umsetzende/n eine andere sein.

Fazit: wichtig ist, jetzt den Mindset und die Grundtechnologien kennen zu lernen und verstehen. Wer „PWA“ sagt, meint oft die Entkopplung von Frontend und Backend, das über eine API miteinander kommuniziert. Das wird gerne als „Headless“-Lösung bezeichnet, und die hat unabhängig vom letztendlich verwendeten Framework eine große Zukunft.

Projekt Management (again)

In dieser Session diskutierten wir viel über den Projekt-Workflows und was für unterschiedliche Firmen funktioniert.

Agenturen verschiedenster Art stoßen immer wieder auf die gleichen Fragen, zum Beispiel:

  • Was ist die richtige Sprint-Länge? (Konfliktfeld bessere Planbarkeit und höhere Effizienz vs. Reaktionszeit bei ungeplanten Änderungen)
  • Lieber Scrum oder Kanban oder Scrumban oder doch der gute alte Wasserfall? (Ok, letzteres kaum)
  • Wie erzielt man gute Schätzungen? (Conclusio: eine Schätzung bleibt immer das, und sie stimmt nie)
  • Priorisierung von Aufgaben, nämlich nicht nur innerhalb eines Projekts, sondern auch zwischen Kundenprojekten und in Abstimmung mit internen Projekten.

Fazit: die richtige Software kann beim Projekt-Management und Workflow helfen, aber Probleme werden nur von den Menschen gelöst. Man muss die Tools, die man hat immer richtig einsetzen. Einen guten Workflow hinzubekommen ist langwierige, harte Arbeit. Die richtige Antwort kann sich ständig ändern.

Passing M2 Professional Developer Exam

Vortrag und Q&A „Passing Magento 2 Developer Exam“

Hier berichtete ein Teilnehmer von seinen Erfahrungen zur Magento-2-Zertifizierung für Backend-Entwickler. Natürlich wurden keine Fragen oder genaue Details verraten.

Fazit: während man für die Zertifizierung in Magento 1 viel auswendig lernen musste, ist es diesmal wesentlich wichtiger die Zusammenhänge zu verstehen.

Acceptance Testing with Codeception

Automatisierte Akzeptanz-Tests mit Codeception

Iaroslav Sheptykin zeigte seinen Ansatz, mit Docker und Codeception automatisierte Frontend-Tests auszuführen. In Kombination mit Selenium können Tests geschrieben werden, welche die Seite in Chrome und Firefox aufrufen und auf die von ProgrammiererInnen definierten Kriterien hin zu überprüfen.

Fazit: Frontend-Testing als Thema ist nicht neu, doch Docker erleichtert das nicht immer einfache Setup. Herausforderungen bleiben, dass die Ausführungszeit wesentlich länger ist als reine Unit-Tests, man mit dieser Lösung nicht in allen Browsern automatisiert testen kann (looking at you, Safari and Internet Explorer) und die Tests stabil und gut zu schreiben eine eigene Fähigkeit ist, die erst gelernt werden will.

How to handle growing dev teams

In dieser Session haben Nils und ich über zwei Themen gesprochen:

  1. Arbeiten mit Remote-Teams
  2. Die Entwicklung und Führung wachsender Teams

Beides betrifft uns bei LimeSoda. Seit ich im Jahr 2009 dazu gestoßen bin hat sich das Team gut verdreifacht und mit mehreren Standorten, Home-Office und co. ist auch Remote-Arbeit ein wichtiger Punkt geworden. Wir teilten unsere Erfahrungen und unser Leid über das, was scheinbar viele Firmen gleichermaßen beschäftigt: es ging viel um stabile Video-Konferenzen und schlecht verständliche Mikros, ordentliche Kommunikation und Dokumentation, Fokussiertes Arbeiten und Teamarbeit, Wir-Gefühl, die richtige Größe und Mischung eines Dev-Teams und einiges mehr.

Fazit: Danke an alle TeilnehmerInnen – ich habe viel gutes Feedback mitgenommen!

Presentation Perfection – The 11 P’s to your perfect talk

11+2 Ps für die perfekte Präsentation

Ich bin ja ein bekennender Tadgh-Fein. Tadgh, dessen Name sich wie „Teig“ ausspricht, ist ein sehr freundlicher Ire mit einem tollen Vortragsstil. Seit ich ihn vor zwei Jahren zum ersten Mal bei einem Talk gesehen habe, habe ich mich gefragt, wie man auf der Bühne so lässig sein kann. Seit der Unconference weiß ich: er war in einer Schauspiel-Gruppe und hat dort viel gelernt.

Einen Teil seines Wissens hat er mit den 11Ps für den perfekten Talk weiter gegeben, wobei aus den 11 recht spontan dann 13 wurden. Auch das ist Tadgh.

Fazit: Üben, üben, üben ist ein sehr wichtiger Bestandteil eines perfekten Talks. Und Hingabe für das Thema, über das man spricht.

Let’s share our fuck up stories

Das Prinzip von Fuckup Nights ist leicht erklärt und in der Regel jugendfreier, als man glaubt: man sitzt in einer Runde und erzählt, wie man so richtig Mist gebaut hat. Und natürlich, was man daraus gelernt hat. Denn bei Fuckup Nights geht es nicht darum mit Fehlern zu prahlen, sondern es soll (a) gezeigt werden, dass jede(r) Fehler machen kann und (b) man aus Fehlern lernt und an ihnen wächst. Da wird viel erzählt von gelöschten Datenbanken, und Dateien, von nicht getesteten Deployments und ähnlichen Dingen. Manchmal sind die Geschichten echt lustig, und manchmal lacht man einfach, weil es eigentlich nicht lustig ist aber man sich nur zu gut vorstellen kann, wie schnell man in die Lage kommt.

Fazit: jede(r) macht Fehler, und sie passieren schneller als man glaubt wenn man sich zu sicher wähnt.

Scale out Magento 2 at AWS

Scaling out Magento 2

Im letzten Talk von root360 wurden unterschiedliche Webserver-Setups je nach Größe/Anforderungen des Kunden vorgestellt. Die komplexe und leistungsfähigste Version ist ein Multi-Server-Setup auf AWS, das quasi nach Belieben skaliert werden kann.

Fazit: wichtig ist es, den richtigen Trade-Off zwischen Flexibilität/Skalierbarkeit und den Anforderungen / dem Budget des Kunden zu treffen.

Nächstes Jahr wieder Unconference!

Die Unconference war wie schon die Jahre davor ein Highlight in meinem Magento-Kalender. Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr, wieder in Köln, wieder in Tor 28!

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