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Case Study: Game Development

Wussten Sie, dass LimeSoda auch Spiele entwickelt? Nein? Dann haben Sie vermutlich noch nicht an die Möglichkeit gedacht, ein Online-Game für Ihr Marketing einzusetzen. Oder wir haben Ihnen noch zu wenig von dieser Geschichte erzählt. Lassen Sie uns also damit beginnen.

 

MAM Happy Baby

 

Ende 2018 haben wir ein Onlinegame für den Babyartikelhersteller MAM entwickelt. Entwicklungszeit inkl. Produktion sämtlicher Promotionsmittel (Bild & Video): 2,5 Monate.

Spielsituation MAM Happy BABY. Desktop und Mobile Version.

 

Bei diesem Spiel geht es darum, diejenigen Bedürfnisse zu erfüllen, die Babys täglich haben. Mit Hilfe von MAM-Produkten. Das Ziel: Nutzer sollen auf spielerische Weise Funktion und Vorteile des jeweiligen Produkts verstehen und schätzen lernen. Die Schwierigkeit dabei: Die Anzahl der Babys nimmt mit der Dauer des Spiels zu. Sie alle wollen gefüttert, beruhigt, umsorgt, und gepflegt werden. Wenn sie innerhalb von Sekunden nicht bekommen, was sie wollen, beginnen sie laut zu weinen. Eltern kennen das. Hat der Spieler aber genügend Babys zufriedengestellt, kann er anschließend an einem Gewinnspiel teilnehmen. Insgesamt wurden drei Varianten des Spiels erstellt (Halloween, Weihnachten und Ostern) mit jeweils unterschiedlichen Hintergründen und Background-Animationen.

 

Mit Online-Game neue Zielgruppen erreichen

 

Alles begann mit einem Problem, das Kunden oft haben: Wie erreiche ich Zielgruppen, die täglich mit einer Unmenge an Werbung konfrontiert sind? Insbesondere online. Einfach nur konventionelle Printwerbung unverändert zu platzieren, funktioniert im Web einfach nicht. Die Nutzer erwarten dort etwas völlig anderes. Vor allem in den Sozialen Medien. Content muss dort sowohl unterhaltsam als auch originell sein und sich im Newsfeed abheben. Außerdem wollen viele User im »Mitmach-Web« auch tatsächlich mitmachen.

Mit dem klassischen Marketing-Gewäsch wird man hier also wenig erfolgreich sein. Viele Nutzer erkennen sofort die Inszenierung. Einfach behaupten, man sei „innovativ“, „kreativ“ und „hochwertig“, begleitet von einem durchschnittlichen Stockfoto? Wie langweilig. Rausgeschmissenes Geld.

Ein Onlinegame bieten hingegen eine spannende Möglichkeit, völlig neue Zielgruppen zu erreichen und die eigene Marke zu platzieren. Die so erreichten Zielgruppen beschäftigt sich buchstäblich spielerisch mit der Marke; und tun das vor allem länger, als bei konventioneller Werbung.

Und abgesehen von Marketingparadigmen: Menschen spielen gerne. Schon im Kleinkindalter, begreifen wir unsere Umgebung über das Spielen. Es steckt also in uns, Neues spielerisch zu erlernen.

Einschub: Homo Ludens – der spielende Mensch. Der Kulturhistoriker Johan Huizinga hat in seinem gleichnamigen Werk den kulturbildenden Faktor des Spiels analysiert. Der Mensch erlerne seine Fertigkeiten vor allem über das Spielen. Ein Prozess, der auch noch im Erwachsenenalter Einfluss auf tägliche Entscheidungen hat.

 

Zu Beginn: Ziele setzen

 

Noch bevor Sie loslegen, brauchen Sie ein klares Ziel für Ihr Spiel. Definieren Sie, was Sie erreichen wollen. Einfach so darauf los zu starten, wird kaum den erhofften Erfolg bringen. Eine gute Agentur wird Sie bereits dabei unterstützen.

Ziele, die für Sie sinnvoll sein können:

 

Die richtige Planung

 

Diese Fragen sollten Sie beantworten können, bevor Sie beginnen:

 

Relevante Kriterien

 

Ein wirklich gutes Online-Spiel braucht:

 

Character-Design mit dem so genannten Sprite-Sheet, dass die einzelnen Animationssequenzen der Spielfigur abbildet.

 

 

Auf jeden Fall vermeiden:

 

Sind all diese Punkte geklärt, Strategie und Planung festgesetzt, kann die technische Umsetzung des Spiels beginnen. Dazu mehr im nächsten Blogpost der Serie Game Development.

Am Ende dieser Geschichte sei noch erwähnt: Ein Online-Spiel zu entwickeln, bedeutet nicht bloß zu gestalten, programmieren, planen, retuschieren, illustrieren, »sketchen«, Schriften oder Stock-Grafiken zu suchen. Vielmehr geht es darum, ein Problem für den Kunden zu lösen. Und das Web ein bisschen weniger langweilig zu machen.

Rating: 5.0/5. Von 3 Bewertungen.